{"id":2985,"date":"2017-01-13T14:44:18","date_gmt":"2017-01-13T12:44:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=2985"},"modified":"2017-02-13T10:06:45","modified_gmt":"2017-02-13T08:06:45","slug":"lueneburger-heide","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=2985","title":{"rendered":"L\u00fcneburger Heide"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Hotel St. Georg\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3023\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3170-300x225.jpg\">Wir haben die Anreise ganz bewusst auf einen Sonntag gelegt, um eine m\u00f6glichst st\u00f6rungsfreie Fahrt zu haben. Auch auf die vielen LKWs wollten&nbsp;wir gerne verzichten. Etwas mehr als 400 km liegen vor uns. Gegen 9.00 Uhr fahren wir ganz entspannt los. Das Navi ist informiert. Es kann nichts passieren. Im Laufe des Vormittags steigen die Temperaturen deutlich an, aber davon merken wir im Auto zum Gl\u00fcck nicht viel. Bei einer Pinkelpause auf einem Rastplatz habe ich nicht mehr an unsere R\u00e4der auf dem Dach gedacht und bin prompt gegen eine H\u00f6henkontrolle gefahren. Gl\u00fcck gehabt, denn die R\u00e4der sind gut befestigt und haben keine Sch\u00e4den davon getragen. Trotzdem h\u00e4tte diese Kontrolle etwas h\u00f6her sein d\u00fcrfen, denn auf vielen Autod\u00e4chern sind R\u00e4der zu erkennen. Durchatmen und weiter. Trotz einiger Staus in Baustellen kommen wir gut voran und erreichen am fr\u00fchen Nachmittag Celle. Die Zufahrt zum Hotel St. Georg ist etwas kompliziert und das Navi leicht \u00fcberfordert. Mit Handyunterst\u00fctzung finden wir schnell den Zugang zur Unterkunft. Wir bekommen f\u00fcr unsere \u00dcbernachtung einen Hotelparkplatz und&nbsp;die R\u00e4der werden im abschlie\u00dfbaren Hof abgestellt. Inzwischen zeigt das Thermometer 35,5 Grad. Das Hotel liegt sehr ruhig an einem Park mit vielen alten&nbsp;B\u00e4umen&nbsp;und macht einen&nbsp;sehr gepflegten Eindruck. Das Zimmer ist von der Hitze der letzten Tage aufgeheizt, aber&nbsp;sehr liebevoll eingerichtet.<\/p>\n<p>Wir legen alles f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag bereit und machen uns auf, die Stadt zu erkunden. Celle ist eine h\u00fcbsche kleine Stadt mit viel Fachwerk und Backstein. Es ist Sonntag und die Gesch\u00e4fte sind geschlossen. Daher ist nicht viel los, aber wir finden schnell einen Platz f\u00fcr ein erstes Kaltgetr\u00e4nk.&nbsp;Es ist gute Tradition auf unseren Radtouren, \u00fcberall zuerst die regionalen Bierspezialit\u00e4ten zu kosten. Bei dieser Hitze ist der Fl\u00fcssigkeitsverlust enorm gro\u00df und daher Trinken ein Muss. G\u00fcnstig ist anderes &#8211; 3,70 \u20ac f\u00fcr 0,4 l. Aber egal, es ist Urlaub. Mein Schatz merkt sich die Gesch\u00e4fte genau, die sie am Ende der Tour, wenn wir wieder hier in Celle sein werden, unbedingt besuchen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Celle am Sonntag\" class=\"alignright size-medium wp-image-3029\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3175-300x225.jpg\">Am Abend kehren wir bei einem Griechen ein und lernen die &#8222;Kreta-So\u00dfe&#8220; kennen. Hier gibt es Einbecker vom Fass. Danach noch ein kleiner Verdauungsspaziergang mit einem Eis (Lakritz + Pflaume-Zimt) und dann zur\u00fcck aufs Zimmer. L\u00fcften und Duschen und dann ab ins Bett. Der Tag war lang und Morgen m\u00fcssen wir fit sein.<\/p>\n<p>Die Nacht war sehr ruhig, aber warm. Die Betten haben etwas geknarrt. Da unser Zimmer&nbsp;unterm Dach war, haben&nbsp;wir Nachts alle Fenster offen gelassen.<\/p>\n<p>Das Fr\u00fchst\u00fcck ist&nbsp;sehr gut. Wir bekommen sogar frisches R\u00fchrei mit Speck,&nbsp;Kraftnahrung&nbsp;f\u00fcr Radler. Danach habe ich&nbsp;das Auto&nbsp;umgeparkt, denn die 2. \u00dcbernachtung wird in einem anderen Hotel sein.<\/p>\n<p>Dann Fahrr\u00e4der beladen und ab in Richtung Soltau.<\/p>\n<h3>Von Celle nach Soltau \u00fcber M\u00fcden (74,88 km)<\/h3>\n<p>Es ist&nbsp;etwas schwierig, die richtige Stra\u00dfe raus aus der Stadt zu finden. Die Ausschilderung ist nicht so toll (wie auf der gesamten Tour). Heute ist es etwas wolkiger und nicht mehr ganz so hei\u00df. Schlie\u00dflich finden wir den Weg Richtung Hermannsburg. Wir fahren die \u00d6rtze entlang und wollen unbedingt unsere Freunde Rhelk und Karin in M\u00fcden besuchen. Die \u00d6rtze ist ein kleiner Fluss, der immer \u00b4mal wieder auftaucht und verschwindet, uns dabei aber den richtigen Weg zeigt.<\/p>\n<hr>\n<p>Celle &#8211; Gro\u00df-Hehlen &#8211; Eversen &#8211; Oldendorf &#8211; Hermannsburg &#8211; M\u00fcden &#8211; Kreutzen &#8211; Munster &#8211; Soltau<\/p>\n<hr>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Noch ist das Wetter sch\u00f6n\" class=\"alignleft wp-image-3033 size-medium\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3190-300x225.jpg\">Die Bew\u00f6lkung nimmt zu und erste Regentroffen zeigen sich auf unseren Brillen. Wir sch\u00fctzen das Gep\u00e4ck und ziehen die Ponchos an.&nbsp;Jetzt nimmt auch der Wind zu und wir k\u00f6nnen kaum noch etwas sehen. Mein Schatz&nbsp;hadert mit ihrer Regenhaut, &#8222;vern\u00f6delt&#8220; sich und st\u00fctzt schwer. Ich komme nicht schnell genug aus meinem Poncho, um zu helfen&nbsp;und schmei\u00dfe alles auf den Gehweg. Zum Gl\u00fcck hat meine Brille das heil \u00fcberstanden. Sylvia liegt auf dem Gehweg und hat gro\u00dfe Schmerzen. Sie hat sich den Lenker in den Brustkorb gerammt. Sie tut mir so leid, aber was kann ich tun? Soll ich einen Rettungswagen rufen? Sie ist hart im Nehmen und will im Augenblick keinen Notarzt. Ich helfe ihr auf und wir \u00fcberlegen, wir es weiter gehen soll. Kann sie weiter fahren oder wollen wir abbrechen? Wir haben noch einige Kilometer bis zu unseren Freunden. Nach kurzer Pause entscheiden wir, weiter zu fahren und Rhelk und Karin nach einer Regenjacke zu fragen, denn Poncho&nbsp;geht gar nicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Kaffeetrinken mit Hund bei Rhelk und Karin\" class=\"alignright wp-image-3035 size-medium\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3195-300x225.jpg\">Die Pause&nbsp;bei Rhelk und Karin und ihrem tollen Hund Dag tut gut. Bei Apfel- und Pflaumenkuchen erholt sich mein Schatz etwas und mit einer richtigen Regenjacke von Karin fahren wir weiter.<\/p>\n<p>Es dauert nicht lange und der Regen wird weniger und h\u00f6rt schlie\u00dflich&nbsp;ganz auf. Als wir Munster erreichen, scheint die Sonne und wir st\u00e4rken uns mit einem Pils. Munster besteht nur aus Bundeswehr und ist nicht besonders h\u00fcbsch. Wir h\u00f6ren \u00fcberall die Panzer schie\u00dfen, denn hier ist ein riesiges \u00dcbungsgel\u00e4nde der Nato und der&nbsp;Bundeswehr.<\/p>\n<p>Ohne Jacke und bei bestem Wetter erreichen wir Soltau. &#8222;Dat Greune Eck&#8220;, unsere Unterkunft f\u00fcr die Nacht ist schnell gefunden. Es liegt super, fast direkt neben der Therme und wir k\u00f6nnen alles bequem zu Fu\u00df erreichen. Das Zimmer ist ruhig und recht gro\u00df. Nur der Fernseher ist ung\u00fcnstig angebracht. Vom Bett aus wird es schwierig und zieht garantiert ein mittelschweres R\u00fcckenleiden nach sich.<\/p>\n<p>Jetzt steht ein Rundgang durch Soltau an. Der Ortskern ist etwas trostlos. Viele Gesch\u00e4fte haben geschlossen (Montag-Nachmittag !) Wir kaufen Socken und Penaten-Creme (wg. Unfall). Von Rhelk haben wir den tollen Tipp bekommen, f\u00fcr unser Abendessen (Variationen von der Kartoffel &amp; Braumeisters Liebling)&nbsp;ins Brauhaus Albrecht zu gehen. Ein riesiger gem\u00fctlicher Laden mit interessanten Bierspezialit\u00e4ten (Messing &amp; Craft). War nicht ganz einfach zu finden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Fernseher h\u00e4ngt falsch\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3037\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3215-300x225.jpg\">Danach schauen wir auf dem Weg zur\u00fcck ins &#8222;Greune Eck&#8220; noch an der Therme vorbei. Es gibt Livemusik und ist sehr gut besucht. Wir bleiben aber nicht lange, sondern wackeln zur\u00fcck zur Unterkunft.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich werden am Abend noch alle wichtigen Pers\u00f6nlichkeiten per WhatsApp \u00fcber den Stand der Dinge informiert und das Tagebuch aktualisiert.<\/p>\n<p>Die Betten sind top und die Kopfkissen super weich. Wir schlafen (auch ohne TV) schnell ein. Die Nacht ist ruhig und wir schlafen wirklich gut.&nbsp;Von der Veranstaltung vor der Therme war nichts zur h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Morgen ist nichts besonderes. Am Buffet gibt es gr\u00fcne Gurke in Herzform. Hatte ich auch noch nie gesehen. Die anderen G\u00e4ste (\u00fcberwiegend \u00e4ltere Semester) erzeugen beim Fr\u00fchst\u00fcck einen recht hohen Ger\u00e4uschpegel.&nbsp;Deshalb halten&nbsp;wir uns auch nicht l\u00e4nger als n\u00f6tig auf und brechen zeitig auf. Unsere R\u00e4der waren sicher in einer Garage untergebracht.<\/p>\n<h3>Von Soltau&nbsp;nach L\u00fcneburg (84,18 km)<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Pause in Schneverdingen\" class=\"alignright wp-image-3035 size-medium\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3222-300x225.jpg\">Es ist nicht einfach, aus Soltau heraus&nbsp;den&nbsp;geplanten Radweg zu finden, aber schlie\u00dflich sind wir auf dem richtigen Weg.&nbsp;Bisher haben wir von der Heide noch nicht viel gesehen, aber das soll sich heute \u00e4ndern. Heute fahren wir quer durch die bl\u00fchende L\u00fcneburger Heide, wenn wir die richtigen Wege finden. Das Wetter ist hervorragend &nbsp;\ud83d\ude00&nbsp;. Unser Weg soll uns heute \u00fcber Schneverdingen und&nbsp;Undeloh nach L\u00fcneburg f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nach unserer Karte gibt es in Schneverdingen einen Radweg, der uns den Wunsch erf\u00fcllen soll. Leider ist die Ausschilderung auch hier stark verbesserungsw\u00fcrdig und wir finden diesen Weg nicht, sondern fahren&nbsp;einen riesigen Bogen und damit&nbsp;viele Kilometer umsonst. Dann endlich, die bl\u00fchende Heide. Sofort wird ein kleines Str\u00e4u\u00dfchen gepfl\u00fcckt und das Fahrrad dem Anlass entsprechend dekoriert.&nbsp;Wir starten&nbsp;durch, werden aber schnell wieder gebremst, denn der sandige Untergrund macht ein Fahren fast unm\u00f6glich. Wir eiern hin und her und m\u00fcssen sogar teilweise schieben. Mein Schatz st\u00fcrzt erneut zu Boden,&nbsp;sagt aber nichts. Diesmal geht es zum Gl\u00fcck glimpflich aus.&nbsp;Ich bekomme es nicht mit, denn ich&nbsp;konzentriere mich selbst auf den Weg, um nicht umzufallen. Das soll ein Radweg sein? Uns kommen gro\u00dfe Zweifel. Entweder Treibsand oder sehr grobes Kopfsteinpflaster. Am Ende des Weges m\u00fcssen wir auch noch eine Absperrung unterqueren &#8211; eine Zumutung!<\/p>\n<hr>\n<p>Soltau &#8211; Schneverdingen &#8211; Wilseder Berg &#8211; Undeloh &#8211; Egestorf &#8211; Kirchgellersen &#8211; L\u00fcneburg<\/p>\n<hr>\n<p>Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit&nbsp;haben wir endlich einen befestigten Weg gefunden und&nbsp;treffen wieder auf Menschen. Wir werden sofort von zwei \u00e4lteren Damen zur Ordnung gerufen: &#8222;Da d\u00fcrfen Sie aber nicht fahren, das ist verboten. Sie k\u00f6nnen froh sein, dass die Ranger sie nicht erwischt haben.&#8220; Alles klar, deshalb auch die Absperrung. Das war gar kein Radweg. Ich wollte gerade unseren Unmut \u00fcber die schlechten Wege zum Ausdruck bringen, verzichtete aber angesichts unseres Vergehens darauf. Wir versprachen Besserung und fuhren kleinlaut weiter in Richtung Undeloh.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Mitten in den Heidschnucken\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3055\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3230-300x225.jpg\">Nach kurzer Besserung der Wegequalit\u00e4t&nbsp;gibt es wieder mehr Kopfsteinpflaster und zwei sehr starke Steigungen. Wer hatte noch gesagt, hier ist alles flach? Die L\u00fcneburger Heide ist definitiv ziemlich h\u00fcgelig und \u00fcberhaupt nicht flach.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich taucht vor uns auf dem Weg eine gro\u00dfe Herde Heidschnucken auf, wie aus dem Bilderbuch mit Hunden und einem Sch\u00e4fer. Wir halten sofort an, um Fotos zu machen und m\u00f6glichst dicht dran zu sein. Genau so haben wir uns die L\u00fcneburger Heide vorgestellt und jetzt sind wir mitten drin &#8211; endlich. Alle Strapazen sind sofort vergessen. Wir begleiten die Gruppe noch ein kleines St\u00fcck. Als sie abbiegt und der Weg wieder frei ist, setzen auch wir unsere Fahrt mit einem L\u00e4cheln auf dem Gesicht fort.&nbsp;<\/p>\n<p>Bei sehr hohen Temperaturen und&nbsp;nach gro\u00dfer k\u00f6rperlicher Anstrengung kommt uns der&nbsp;gro\u00dfe Biergarten kurz vor Undeloh sehr gelegen. Wir bekommen einen Platz, obwohl alles reserviert war, denn die erwarteten&nbsp;50 G\u00e4ste sind noch nicht da. Das Bier tut gut, wir bleiben aber nicht lange, denn hier ist es uns zu voll.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"169\" height=\"300\" title=\"hei\u00df aber gut - Heidschnuckenbratwurst\" class=\"alignright size-medium wp-image-3058\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160830_140651-169x300.jpg\">Sylvia war in ihrer Jugend schon einmal in Undeloh. Schon am Ortseingang wird deutlich, hier ist eine Touristen-Hochburg und es scheint sich seit den Kindertagen meiner Frau nichts ver\u00e4ndert zu haben. Sie erkennt vieles wieder. \u00dcberall Kutschen und Verkaufsst\u00e4nde. Ich steuere zielsicher einen Imbisswagen an, um die K\u00f6stlichkeiten vom Grill pers\u00f6nlich in Augenschein zu nehmen. Ich entscheide mich f\u00fcr eine Heidschnucken-Bratwurst und zwei k\u00fchle Softdrinks, w\u00e4hrend Sylvia am Nachbarstand ein Glas original Heidehonig ersteht. Die Bratwurst ist superlecker und richtig knusprig gebraten.<\/p>\n<p>Nach kurzer Pause geht es weiter \u00fcber Egestorf, Eyendorf, Kirchgellersen und Reppenstadt&nbsp;Richtung L\u00fcneburg. Auch auf dem folgenden Teilst\u00fcck haben wir h\u00e4ufig schlechte Wege zu verkraften. Wir fahren sogar ein kleines St\u00fcck vom Jakobsweg. Wir sind sehr froh, die Vororte von L\u00fcneburg erreicht zu haben, denn hier gibt es richtige befestigte Radwege.&nbsp;<\/p>\n<p>In Reppenstedt entdecken wir einen Biergarten, der mit Oktoberfestbier wirbt. Wir nehmen das Angebot gerne an, denn zeitlich sind wir voll im Limit und&nbsp;es ist nicht mehr weit zu unserem heutigen Etappenziel.<\/p>\n<p>Es geht weiter in die Innenstadt von L\u00fcneburg. Wir haben ein Zimmer im Parkhotel im Zentrum L\u00fcneburgs reserviert. Der Name ist Programm, denn das Hotel liegt tats\u00e4chlich an einem gro\u00dfz\u00fcgigen Park mit riesigen alten B\u00e4umen. Es ist immer noch sehr warm und das Zimmer entsprechend aufgeheizt. Das Zimmer ist o.k., das Bad etwas klein, aber daf\u00fcr haben wir eine gro\u00dfe Terrasse&nbsp;zum Park.<\/p>\n<p>Wir machen uns kurz frisch und fahren mit dem Rad einige wenige Minuten ins Zentrum. Fahrr\u00e4der anschlie\u00dfen und dann zu Fu\u00df die Altstadt erkunden.&nbsp;Tolle alte Bachstein-H\u00e4user warten auf uns. Es sieht aus wie eine Puppenstube. Die kleinen Stra\u00dfe sind eng und die H\u00e4user teilweise schief und krumm, aber immer top gepflegt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Restaurant Schallander am alten Hafen\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3060\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3258-300x225.jpg\"><\/p>\n<p>In der N\u00e4he des alten Krans finden wir das Lokal Schallander direkt am alten Hafen, zum drau\u00dfen sitzen.&nbsp;Alle umliegenden Lokale sind sehr gut besucht.&nbsp;Es ist immer noch recht warm und die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein. Ich esse L\u00fcneburger Panfisch und Sylvia begn\u00fcgt sich mit einer Tomatensuppe&nbsp;mit Brot und einem Knoblauch-Dipp. Wir haben versucht, in einer der Kirchen eine Kerze aufzustellen, aber auch hier standen wir wieder vor verschlossenen T\u00fcren,&nbsp;schade eigentlich. Danach geht es gem\u00fctlich zur\u00fcck ins Hotel. Ein langer und anstrengender Tag geht zu Ende.<\/p>\n<p>Die Nacht ist sehr ruhig, aber das Kopfkissen etwas zu hart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Von L\u00fcneburg nach Hitzacker (68,70 km)<\/h3>\n<p>Die Sonne scheint. Wir sind schon fr\u00fch wach. Nach dem Duschen wird gefr\u00fchst\u00fcckt (war o.k.). Um 8.00 Uhr sind wir fertig und k\u00f6nnen aufbrechen. Ich kann nicht einsch\u00e4tzen, wie lang die heutige Etappe ist, denn das Karten-Material und die Ausschilderung hilft nicht immer weiter.<\/p>\n<hr>\n<p>L\u00fcneburg &#8211; Neetze&nbsp;&#8211; Bleckede &#8211; Darchau &#8211; Hitzacker<\/p>\n<hr>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Es geht Richtung Scharnebeck\" class=\"alignright size-medium wp-image-3072\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3262-300x225.jpg\">Heute wollen wir nach Hitzacker und bei dieser Gelegenheit wieder einmal ein kleines St\u00fcck vom Elberadweg erobern. Unsere Fahrt geht aber zun\u00e4chst \u00fcber Neetze nach Bleckede. Die Richtung ist schnell gefunden, aber wo ist ein Radweg. Wir fahren auf der L221 und leider nicht daneben auf einem abgetrennten Radweg. Es geht rauf und runter und der Gegenwind ist unser st\u00e4ndiger Begleiter.<\/p>\n<p>Auf unserem Weg kreuzen wir in Scharnebeck bei herrlichem Sonnenschein den Elbe-Seitenkanal. Wir nutzen die Gelegenheit und fahren einige Meter zum Schiffshebewerk. Eine beeindruckende Anlage. Hier werden die Schiffe mit einer Art Fahrstuhl um 38 Meter angehoben oder abgesenkt.<\/p>\n<p>Wir halten weiter Ausschau nach einem Supermarkt, um ein Kaltgetr\u00e4nkt zu erwerben, denn die hohen Temperaturen und die st\u00e4ndigen Steigungen haben den Fl\u00fcssigkeitshaushalt erheblich durcheinander gebracht. Es dauert sehr lange, aber dann finden wir endlich einen B\u00e4cker und das eiskalte Mezzomix &#8222;zischt wie Appelsaft&#8220;. Die Lebensgeister kehren zur\u00fcck und wir fahren weiter in Richtung Wasser.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Das haben wir uns verdient - Biergarten Park &amp; Bite\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3095\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3273-300x225.jpg\">Danach erreichen wir Bleckede. Der Ort ist nicht sehr gro\u00df. Wir sind schnell durch und mit Blick auf die F\u00e4hre genie\u00dfen wir im Biergarten Park &amp; Bite unser erstes Pils an diesem Tag.&nbsp;Es ist sehr hei\u00df und mit dieser Aussicht m\u00f6chte man am liebsten sitzen bleiben. Geht aber nicht, denn&nbsp;wir haben bis Hitzacker noch ca. 30 km vor uns. Also weiter.<\/p>\n<p>Wir fahren einige Kilometer auf der rechten Seite der Elbe und kommen nach Neu Darchau. So langsam meldet sich bei mir der kleine Hunger und wie es der Zufall will, taucht ein wundersch\u00f6ner Biergarten vor uns auf. Mittagszeit ist Currywurst-Zeit und&nbsp;an diesen Grundsatz halte ich mich. 1x Currywurst mit Pommes und dazu 2 Pils. Die Bedienung ist super nett und die Wurst super lecker.&nbsp;Diese perfekte Kombi l\u00e4sst uns l\u00e4nger bleiben, als geplant,&nbsp;nat\u00fcrlich nicht ohne ein weiteres Pils zu ordern. Wir bekommen den Tipp, hier auf die andere Seite der Elbe zu wechseln. Der Radweg soll dr\u00fcben erheblich besser sein. Wir vertrauen unserer freundlichen Service-Kraft und setzen f\u00fcr 5,-\u20ac mit der F\u00e4hre &#8222;Tanja&#8220; auf die andere Seite \u00fcber.<\/p>\n<p>Wir fahren jetzt bei \u00fcber 30 Grad durch die menschenleeren Elbauen. An einem ehemaligen Wachturm ist zu erkennen, wir sind wirklich &#8222;dr\u00fcben&#8220; und hier irgendwo war mal die Grenze. Da z.Zt. der Deich erh\u00f6ht wird, ist der sch\u00f6ne Radweg auf dem Deich leider gesperrt und wir m\u00fcssen einen Umweg fahren. Wir sehen zwar gelegentlich einige H\u00e4user, aber auf Menschen oder Gesch\u00e4fte treffen wir nicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Die F\u00e4hre nach Hitzacker kommt\" class=\"alignright size-medium wp-image-3097\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3292-300x225.jpg\">Irgendwann erreichen wir die F\u00e4hre, um nach Hitzacker \u00fcber zu setzen. Wir haben schon viele F\u00e4hren gesehen, aber diese geh\u00f6rt eindeutig zu den sehr kleinen Exemplaren. Es ist eine reine Personenf\u00e4hre und nur wenige R\u00e4der&nbsp;k\u00f6nnen mitgenommen werden. Mit 5,60 \u20ac f\u00fcr uns beide geh\u00f6rt diese 5-minutige \u00dcberfahrt aber&nbsp;zu den teuren&nbsp;Erlebnissen.<\/p>\n<p>Bevor wir unser Hotel aufsuchen, steht ein kurzer Stopp (Biergarten Hotel Hafen) auf dem Programm. Bei einem Kaltgetr\u00e4nk wird&nbsp;das Handy befragt, wo &#8222;Schillers G\u00e4stehaus&#8220; liegt und wie wir hinkommen.&nbsp;Hitzacker ist ein h\u00fcbscher kleiner&nbsp;Ort (knapp 5.000 Einwohner), der \u00fcberwiegend vom&nbsp;Tourismus lebt. In Hitzacker&nbsp;flie\u00dft die Jeetzle in die Elbe. Es gibt sogar einen Weinberg mit Kurhotel und eigener Quelle. Hitzacker ist ein anerkannter Luftkurort. Fachwerk und&nbsp;Backstein pr\u00e4gen das Stadtbild.<\/p>\n<p>Wir haben eine Suite reserviert und sind sehr gespannt, was uns erwartet. Nach einem kurzen Telefonat, \u00f6ffnet&nbsp;uns der Eigent\u00fcmer die Pforte zum Garten.&nbsp;Wir schlie\u00dfen unsere R\u00e4der ein und bringen das Gep\u00e4ck aufs Zimmer. Die Suite ist riesig mit mehreren Zimmern und gro\u00dfem Bad. Der Garten ist sehr liebevoll im mediterranen Stil gestaltet. Heute sind wir nur 68,7 km gefahren, aber mit Gegenwind und bei gro\u00dfer Hitze ist das v\u00f6llig ausreichend. Frischmachen und dann ab, die Stadt erkunden und den Tag mit einem schmackhaften Abendessen kr\u00f6nen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Wir lassen den Tag langsam ausklingen\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3100\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3305-300x225.jpg\">Die Stra\u00dfen sind eng und mit derbem Kopfsteinpflaster befestigt. Die H\u00e4user sehr sch\u00f6n restauriert und gepflegt. Es gibt ein kleines Denkmal f\u00fcr&nbsp;Klaus von Amtsberg, der in Hitzacker geboren wurde.&nbsp;&nbsp;Im Ort&nbsp;gibt&nbsp;viele kleine Gesch\u00e4fte und zahlreiche Restaurants. Wir entscheiden uns f\u00fcr die &#8222;Inselk\u00fcche&#8220; mit herrlichem Blick auf die Elbe. Ich w\u00e4hle f\u00fcr mich&nbsp;Nudeln und mein Schatz bekommt lecker Zander. Beides&nbsp;sehr schmackhaft.<\/p>\n<p>Nach einem anschlie\u00dfenden Verdauungsspaziergang setzen wir uns noch in den Garten am Hotel und spielen einige Runden Bauerskat. Danach wartet das Bett (Boxspring!!). Die Nacht ist sehr ruhig. Wir schlafen gut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Von Hitzacker nach Uelzen (54,85 km)<\/h3>\n<p>Nach einer ruhigen Nacht freuen wir uns auf das Fr\u00fchst\u00fcck. Was Zimmer, Garten und Bad versprochen haben, kann das Fr\u00fchst\u00fcck leider nicht halten. Es ist sehr einfach gehalten und der Fr\u00fchst\u00fccksraum ist \u00e4u\u00dferst klein und eng. Aber egal. Die Laune ist trotzdem gut. Das Wetter spielt erneut mit. Heute wartet eine weitere Herausforderung auf uns. Wir wollen nach Uelzen und wissen noch nicht, welche Route geeignet ist.&nbsp;Ich habe zur Orientierung einige Orte herausgesucht, durch wir fahren sollten.<\/p>\n<hr>\n<p>Hitzacker &#8211; Kamerun &#8211; Metzingen &#8211; Schmessau &#8211; Zienitz &#8211; Glieneitz &#8211; Hohenzethen &#8211; Neum\u00fchle &#8211; Uelzen<\/p>\n<hr>\n<p>Au\u00dferdem wei\u00df ich nicht, mit wie vielen Kilometern wir rechnen m\u00fcssen. Da wir jetzt wieder in Richtung L\u00fcneburger Heide unterwegs sind, wird es h\u00fcgeliger und wir haben mit zahlreichen Anstiegen zu k\u00e4mpfen. Auch heute ist der Gegenwind unser st\u00e4ndiger Begleiter und die Temperaturen steigen schnell an.<\/p>\n<p>Wir hoffen, m\u00f6glichst bald einen Supermarkt zu finden, um ein Getr\u00e4nk am Rad zu haben.&nbsp;Notfalls w\u00fcrde auch ein Biergarten helfen, aber Pustekuchen. Wir haben jetzt \u00fcberwiegend einen richtigen Radweg, aber sonst gibt es hier nichts. Wo kaufen die Menschen ein?<\/p>\n<p>Durch&nbsp;einen Golfplatz keimt neue Hoffnung auf. Wir fahren hin und gleich wieder zur\u00fcck.&nbsp;Hier muss gerade ein Bus angekommen sein, denn so viele Menschen haben wir lange nicht mehr gesehen.&nbsp;Zu viele f\u00fcr uns. Wir fahren weiter.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"169\" title=\"Hier sind wir richtig - 2 gro\u00dfe Pils bitte!\" class=\"alignright size-medium wp-image-3106\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160901_121855-300x169.jpg\">Nach gef\u00fchlten Stunden biegen wir rechts zu einer kleinen Pension mit Restaurant ab. Wenigstens frisches Wasser werden wir da doch sicher bekommen. Es wird h\u00f6chste Zeit. Zu unser gro\u00dfen \u00dcberraschung treffen wir die Chefin h\u00f6chst selbst an. Sie hat nicht nur eine Sitzgruppe vor dem Haus stehen, sondern auch Pils vom Fass. Eine perfekte Kombination f\u00fcr uns. Bank und St\u00fchle werden extra f\u00fcr uns gereinigt. Die Wirtin nutzt die Zeit, denn ein gutes Pils dauert nun mal. Die Pause tut gut. Ich nutze die Gelegenheit, einen Blick in meine Zeitung zu werfen. Das erste Bier ist schnell weg. Wir bestellen noch ein kleines als Nachschlag. Dann geht es mit neuer Kraft weiter Richtung Uelzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"193\" title=\"Mutter und Sohn sind gleich in Sicherheit\" class=\"size-medium wp-image-3377 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN3324a-300x193.jpg\" srcset=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN3324a-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN3324a-768x495.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Heute ist ein perfekter Tag, f\u00fcr eine gute Tat. Sylvia nutzt die Gelegenheit und rettet Mama Schwan mit Sohn vor dem sicheren Unfalltod. Beide hatten sich entschlossen, die Hauptstra\u00dfe zu \u00fcberqueren, um zu einem See zu gelangen. Mein Schatz sperrt kurzerhand die Stra\u00dfe und bringt beide V\u00f6gel auf die sichere Seite. Die Autofahrer zeigen&nbsp;Verst\u00e4ndnis und warten geduldig, bis die Rettung erfolgreich vorbei ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>E<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Curry-Wurst, Zaziki, 2 Pils vom Fass - perfekte Kombi!\" class=\"size-medium wp-image-3107 alignright\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3329-300x225.jpg\">s geht weiter Richtung Uelzen. die Landschaft ist weiterhin sehr h\u00fcgelig, aber bald&nbsp;erreichen wir&nbsp;den Orteingang von Uelzen.&nbsp;Es ist schon fr\u00fcher Nachmittag und das Fr\u00fchst\u00fcck aus Hitzacker h\u00e4lt auch nicht den ganzen Tag vor. Ein Imbiss mit der M\u00f6glichkeit, drau\u00dfen zu sitzen taucht auf der rechten Seite auf. Wie wohl die Currywurst hier schmeckt?&nbsp;Ich gehe rein und bestelle&nbsp;1x. Es gibt sogar Pils (L\u00fcneburger Pils aus Hamburg !?!) vom Fass. W\u00e4hrend ich die Speisekarte studiere, stelle ich fest, dass es sich offenbar um einen griechischen Imbiss handelt. Also bestelle ich noch einen Zaziki mit Brot. Also, wer einmal hier vorbei kommen sollte, bitte unbedingt reingehen und bestellen, denn beide Speisen waren unglaublich lecker und passten sogar zusammen. Ein echter Geheimtipp.<\/p>\n<p>Heute werden wir etwas au\u00dferhalb vom Zentrum \u00fcbernachten, aber daf\u00fcr&nbsp;auch unglaublich g\u00fcnstig. (DZ mit Fr\u00fchst\u00fcck 50,-\u20ac) Wir haben in der Pension Tannenhof ein Zimmer reserviert. Der Vermieter hat am Telefon versprochen, mit dem Fahrrad braucht man h\u00f6chstens 10 Minuten in die Innenstadt. Wir erreichen die Pension und stellen fest, die Fahrt in die Innenstadt wird in 10 Minuten nicht zu machen sein. Die Pension liegt aber&nbsp;sehr ruhig in einer Seitenstra\u00dfe. Der Besitzer empf\u00e4ngt uns&nbsp;freundlich und das Zimmer ist super. Sogar ein Ventilator an der Decke geh\u00f6rt dazu. Im Bad ist alles sehr sauber und modern. Aus der Dusche kommt wahlweise rotes oder blaues Wasser &#8211; Hightech.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Der Hundertwasserbahnhof in Uelzen\" class=\"size-medium wp-image-3109 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3335-300x225.jpg\">Auf Empfehlung unseres Vermieters bestellen wir einen Limo-Service (g\u00fcnstiger als Taxi), um schnell und bequem in die Altstadt zu kommen. Nach einer Dusche und mit frischen Klamotten lassen wir uns ganz entspannt zum Hundertwasserbahnhof kutschieren. Heute sind wir 54,85 km gefahren und haben wieder viel erlebt und gesehen.<\/p>\n<p>Die&nbsp;15,-\u20ac f\u00fcr die Fahrt tun uns nicht leid. Der Bahnhof ist beeindruckend und sehr sch\u00f6n. Alles rund und bunt. Sogar die Toiletten sind ein Hingucker.&nbsp;Es ist die letzte Arbeit von Friedensreich Hundertwasser und wurde f\u00fcr die Weltausstellung im Jahr 2000 eingeweiht. Nach einigen Fotos machen wir uns zu Fu\u00df auf in die City. Die Hansestadt Uelzen&nbsp;hat ca. 33.000 Einwohner, ist aber nicht so h\u00fcbsch wie Celle oder Soltau.&nbsp;<\/p>\n<p>E<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Das Uhlenk\u00f6perdenkmal sorgt f\u00fcr Reichtum\" class=\"size-medium wp-image-3113 alignright\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3342-300x225.jpg\">s gibt viele Gesch\u00e4fte und zahlreiche Lokalit\u00e4ten.&nbsp;Nat\u00fcrlich haben wir uns auch das Uhlenk\u00f6perdenkmal angeschaut und das Geldst\u00fcck in der Hand ber\u00fchrt. Der Sage nach hat man so immer genug Geld in der Tasche.&nbsp;Das kann nicht schaden. Ein erneuter Versuch, endlich eine Kerze in einem Gotteshaus zu positionieren, scheitert wieder. Die&nbsp;T\u00fcren bleiben verschlossen. So ist es auch kein Wunder, dass mein Schatz sich so b\u00f6se verletzt hat. Das rechtzeitige Aufstellen einer Kerze h\u00e4tte den Unfall ganz sicher&nbsp;verhindert.<\/p>\n<p>Als Abschluss steht eine Pizza und eine gebackene Kartoffel auf dem Speiseplan. Danach laufen wir zur\u00fcck zum Bahnhof und bestellen erneut eine &#8222;Limo&#8220;.<\/p>\n<p>Die Nacht verl\u00e4uft sehr ruhig. Die Betten sind super. Wir schlafen recht gut.<\/p>\n<h3>Von Uelzen zur\u00fcck nach Celle (66,81 km)<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Das Fr\u00fchst\u00fcck ist viel besser als erwartet\" class=\"size-medium wp-image-3148 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3347-300x225.jpg\">Nat\u00fcrlich wachen wir fr\u00fch auf und sind voller Tatendrang. Vom Fr\u00fchst\u00fcck erwarten wir heute nichts &#8211; bei dem Preis&nbsp;! Als wir den Fr\u00fchst\u00fcckraum betreten, staunen wir nicht schlecht. Wir werden schon erwartet und freundlich begr\u00fc\u00dft, unser Tisch ist bereits gedeckt und das&nbsp;Ei wird frisch gemacht.&nbsp;Wurst, K\u00e4se, Kaffee, O-Saft, alles da, was man braucht.&nbsp;Danach Aufsatteln und los. Heute geht es zur\u00fcck nach Celle, aber in eine andere Unterkunft.<\/p>\n<p>Auch heute haben wir nur die Richtung, aber keinen konkreten Weg. Die Erfahrung der letzten Tage zeigt, es geht auch ohne Schilder und genauen Radweg. Folgende Orte sollten auf unser Strecke liegen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<p>Breitenhees &#8211; Eschede &#8211; Habighorst &#8211; Gar\u00dfen &#8211; Vorwerk &#8211; Gro\u00df-Hehlen &#8211; Celle<\/p>\n<hr>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Der Waschplatz des Dorfes mit Cache\" class=\"size-medium wp-image-3150 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3356-300x225.jpg\">Das Wetter ist super, aber nicht mehr ganz so hei\u00df. Da unser Radweg h\u00e4ufig im Schutz von B\u00e4umen oder kleineren Waldabschnitten verl\u00e4uft, ist der Gegenwind heute nicht so st\u00f6rend. Wir kommen sehr gut voran und sind optimistisch, fr\u00fchzeitig in Celle zu sein.<\/p>\n<p>Auf unserem Weg kommen wir an einem alten Waschplatz vorbei, an dem die Frauen des Dorfes fr\u00fcher ihre W\u00e4sche gewaschen haben. Sie haben mit einem Kn\u00fcppel immer wieder auf die W\u00e4sche geschlagen, bis der Dreck raus war. Ein perfekter Ort f\u00fcr einen schnellen Cache.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"169\" height=\"300\" title=\"Schweinekalt, aber wenn es gesund ist\" class=\"alignright size-medium wp-image-3157\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160902_095102-169x300.jpg\">In einem sehr kleinen Ort nutze ich die Gelegenheit f\u00fcr ein Fu\u00dfbad nach Herrn Kneip. Etwas Wassertreten macht die F\u00fc\u00dfe frisch. Der Rundgang ist rutschig und schweinekalt. Die F\u00fc\u00dfe tun richtig weh. Das soll gesund sein? Abtrocknen und weiter. Nach einigen Minuten f\u00fchlen sich die F\u00fc\u00dfe wirklich frisch an.<\/p>\n<p>Es geht leicht rauf und runter. Alle &#8222;Orte&#8220;, durch die wir fahren, sind so klein, dass ein Einkehren nicht m\u00f6glich ist. Gut, das wir diesmal (Leitungs-)Wasser dabei haben. Auch auf dieser Etappe helfen die Wegweiser nicht wirklich weiter. Wir m\u00fcssen oft&nbsp;GPS-Ger\u00e4t oder Handy zur Hilfe nehmen.<\/p>\n<p>Jetzt kommen wir durch den Ort Eschede und&nbsp;sehen einen Hinweis zum Mahnmal f\u00fcr das gro\u00dfe ICE-Zugungl\u00fcck vom 3.6.98, bei dem 101 Menschen t\u00f6dlich verungl\u00fcckt sind.. Wir entscheiden&nbsp;aber, weiter zu fahren und nicht abzubiegen.<\/p>\n<p>Heute laufen die R\u00e4der prima. Wir fressen die Kilometer und kommen unserem Ziel immer n\u00e4her. Nat\u00fcrlich stelle ich mir jetzt die Frage, ob unser Auto alles unbeschadet \u00fcberstanden hat, denn ich habe es in einer ruhigen Seitenstra\u00dfe abgestellt.&nbsp;Wenn wir in Celle angekommen sind, werde ich es sofort auf den Hotelparkplatz umparken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Das Schaschlik war nichts, aber die Pause tut gut\" class=\"size-medium wp-image-3151 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3371-300x225.jpg\">Als wir den n\u00f6rdlichen Rand von Celle erreichen, machen wir an einem Imbiss (Sissis Grill) eine kleine Pause. Gegen\u00fcber gibt es ein Bahlsen-Outlet. Ich entscheide mich diesmal f\u00fcr ein Schaschlik.&nbsp;Die Chance muss ich nutzen, denn bei uns in Hessen liegen die Teile immer in der N\u00e4he der Nierenspie\u00dfe &#8211; ganz furchtbar !! Leider entspricht das Schaschlik nicht meinen Erwartungen, das Fleisch ist z\u00e4h und die So\u00dfe wenig gew\u00fcrzt. Beim n\u00e4chsten Mal bleibe&nbsp;ich bei Currywurst, aber auch nicht in diesem Laden.<\/p>\n<p>Danach rein nach Celle und schauen, ob das Auto o.k. ist. Gott sei Dank alles in Ordnung. Wir fahren mit den R\u00e4dern zum Hotel Blumlage, nur einen Katzensprung von unserer ersten Unterkunft entfernt, und checken ein. Hinter dem Hotel steht ein Parkplatz zur Verf\u00fcgung und ich hole unser Auto. Auch die R\u00e4der finden eine abschlie\u00dfbare Unterkunft. Die ersten Sachen k\u00f6nnen schon im Auto bleiben.<\/p>\n<p>Dann gehen wir aufs Zimmer, sehr sch\u00f6n, und machen uns frisch. Wir wollen noch einmal die Stadt erkunden, denn diesmal haben die Gesch\u00e4fte ge\u00f6ffnet und in dem&nbsp;einen oder anderen laden warten noch Deko-Artikel auf uns.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Alle Gesch\u00e4fte haben ge\u00f6ffnet\" class=\"alignright size-medium wp-image-3152\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSCN3377-300x225.jpg\">Celle wirkt jetzt viel lebendiger.&nbsp;Einige Nippes-Sachen konnten bei genauer Pr\u00fcfung doch nicht \u00fcberzeugen und mussten in Celle bleiben. Mein Schatz hatte sich in bunte, kleine Blech-Herzchen verliebt und als Andenken einige adoptiert.<\/p>\n<p>F\u00fcr das&nbsp;Abendessen fanden&nbsp;wir ein chinesisches Schnellrestaurant. Das Essen war lecker, aber f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Aufenthalt war es zu ungem\u00fctlich.&nbsp;Deshalb tranken wir unser (zweites) Bier lieber in einer anderen Lokalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Danach ging es langsam zur\u00fcck ins Hotel. Noch eine kleine Runde Bauernskat bei offener Balkont\u00fcr und einen Film zum Einschlafen.<\/p>\n<h3>Von Celle zur\u00fcck nach Hause<\/h3>\n<p>Die Nacht war sehr ruhig. Die Betten waren top.&nbsp;Nat\u00fcrlich gab es, wie an jedem Morgen einen ersten, selbstgemachten Kaffee am Bett.&nbsp;Das ist auch eine Tradition, auf die wir nicht verzichten wollen. Danach duschen und zum Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p>&#8222;Das Beste zum Schluss&#8220; hei\u00dft es, und das&nbsp;Hotel Blumlage hatte mit Abstand das beste Fr\u00fchst\u00fcck zu Bieten. Lachs und Aal &#8211; sehr lecker.<\/p>\n<p>Danach packen und bezahlen. Bevor wir auf die Autobahn fahren, wollen wir beim Aldi-Nord am Ortsausgang noch paar Kleinigkeiten einkaufen.&nbsp;Spezialit\u00e4ten, die bei uns nicht gibt.<\/p>\n<p>Bis auf einen sehr schweren Unfall &#8211; zum Gl\u00fcck auf der Gegenseite &#8211; verl\u00e4uft die R\u00fcckfahrt ohne gro\u00dfe Probleme. Wir sind bereits gegen 14.00 Uhr wieder zu Hause und k\u00f6nnen ganz in Ruhe auspacken und&nbsp;im Garten nach dem Rechten sehen.<\/p>\n<hr>\n<p>Fazit: Auf der&nbsp;Rundtour durch die L\u00fcneburger Heide warteten&nbsp;zahlreiche \u00dcberraschungen auf uns:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8211; Es war viel h\u00fcgeliger, als vermutet. Flach geht anders.<\/li>\n<li>&#8211; Regen h\u00e4tten wir nicht haben m\u00fcssen.<\/li>\n<li>&#8211; B\u00f6se Verletzung durch den Regen-Poncho.<\/li>\n<li>&#8211; Hotels waren&nbsp;sehr unterschiedlich, aber alle sehr gut.<\/li>\n<li>&#8211; Heidschnucken-Herde getroffen.<\/li>\n<li>&#8211; Die Ausschilderung war teilweise eine&nbsp;Frechheit.<\/li>\n<li>&#8211; Rettung der Schwanenmutter (mit Sohn).<\/li>\n<li>&#8211; Die Wege in der Heide zum Teil ungeeignet.<\/li>\n<li>&#8211; Die F\u00e4hren waren \u00fcberteuert.<\/li>\n<li>&#8211; Die Currywurst-Tests verliefen sehr erfolgreich.<\/li>\n<li>&#8211; Die Nudelsalate von Aldi-Nord sind echt lecker.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es war sch\u00f6n, aber ansprengend. Beim n\u00e4chsten Mal fahren wir woanders. Tsch\u00fcss L\u00fcneburger Heide.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Ende<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben die Anreise ganz bewusst auf einen Sonntag gelegt, um eine m\u00f6glichst st\u00f6rungsfreie Fahrt zu haben. Auch auf die vielen LKWs wollten&nbsp;wir gerne verzichten. Etwas mehr als 400 km liegen vor uns. 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