{"id":2610,"date":"2015-08-17T18:58:06","date_gmt":"2015-08-17T16:58:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=2610"},"modified":"2017-02-03T09:42:24","modified_gmt":"2017-02-03T07:42:24","slug":"der-moselradweg-und-den-rhein-entlang","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=2610","title":{"rendered":"Moselradweg und den Rhein entlang"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Die Porta Nigra\" class=\"size-medium wp-image-3198 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN2727-300x225.jpg\">Unsere Tour 2015 beginnt in der \u00e4ltesten Stadt Deutschlands &#8211; Trier. Bei sehr hei\u00dfen Temperaturen von weit \u00fcber 30 Grad sind wir sehr froh, dass unsere Kinder uns die Anstrengungen einer Zugfahrt erspart&nbsp;und uns huckepack (nat\u00fcrlich waren nur unsere R\u00e4der auf dem Buckel) nach Trier gebracht haben. Angekommen in der \u00fcber 2000 Jahre alten Stadt beziehen wir zuerst unser Zimmer im Hotel. Wir haben uns f\u00fcr das Hotel Deutschherrenhof entschieden. Es liegt sehr zentral und der Gastgeber ist sehr freundlich. Nat\u00fcrlich war bei diesen Temperaturen auch unser Zimmer super geheizt. Jetzt m\u00fcssen wir dringend etwas gegen unseren Durst tun und auch etwas Hunger ist aufgetaucht. Beide Probleme k\u00f6nnen wir problemlos bei einem Italiener l\u00f6sen, mit echtem Trierer L\u00f6wenbr\u00e4u.&nbsp;Danach geht es in die Stadt. Ein wenig Sightseeing muss sein. Damit wir gesund wieder nach Hause kommen, stellen wir sicherheitshalber eine Kerze im Dom auf. Die R\u00f6mer haben hier \u00fcberall ihre Spuren hinterlassen. Nat\u00fcrlich wurde auch eine kleine Cachetour erfolgreich in unseren Rundgang eingearbeitet. Dann reicht es aber auch und unsere beiden Kinder wollen wieder zur\u00fcck nach Hause. Wir nutzen die Zeit und gehen auf unser Zimmer f\u00fcr eine erste Abk\u00fchlung unter der Dusche, um danach erneut die Stadt zu erkunden. Es lohnt sich wirklich. Der Hauptmarkt, der Dom und das Kurf\u00fcrstliche Palais, um nur einige zu nennen. Aufgrund der gro\u00dfen Hitze ziehen wir uns in einen wundersch\u00f6nen Innenhof zur\u00fcck, bestellen zwei Bier und beobachten einige Paare, die gedankenverloren auf einer B\u00fchne Tango tanzen. Ein kurzer Abstecher zu einer Currywurst-Destination und einem weiteren Bier in einem kleinen Lokal und wir kehren in unsere Unterkunft zur\u00fcck. Nochmals duschen und ab ins Bett. Morgen geht es los &#8211; die Mosel entlang.<\/p>\n<h2>Von Trier nach Zeltingen-Rachtig<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Immer am Wasser die Mosel entlang\" class=\"alignright size-medium wp-image-3199\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN2753-300x225.jpg\">Am n\u00e4chsten Morgen nach einem kr\u00e4ftigen Fr\u00fchst\u00fcck werden die R\u00e4der aus der Garage geholt und beladen. Los geht&#8217;s. Es sind nur&nbsp;wenige Minuten bis zum Wasser. Der Weg aus Trier heraus ist etwas umst\u00e4ndlich, aber irgendwann fahren wir direkt an der Mosel&nbsp;flussabw\u00e4rts. Unser heutiges Tagesziel ist Zeltingen-Rachtig ca. 77 km entfernt. Dort waren wir schon einmal mit Jutta &amp; G\u00fcnter kurz vor Weihnachten und genau die Beiden erwarten uns heute dort. Wir freuen uns und treten in die Pedale. Der Himmel ist blau und der Wind gn\u00e4dig. Wir kommen besser voran, als gedacht und korrigieren unsere geplante Ankunftszeit.&nbsp;Der Ausblick ist wundersch\u00f6n. Wir fahren h\u00e4ufig direkt durch die Weinberge. Keine Menschenseele ist zu sehen. Nach wenigen Kilometern verschwindet die Jacke auf dem Gep\u00e4cktr\u00e4ger. Auf beiden Seiten der Mosel sind die teilweise extrem steilen Weinberge zu sehen. Es muss eine Knochenarbeit sein, hier den Wein zu ernten und die Reben zu pflegen.&nbsp;In&nbsp;Trittenheim, das schon zum Kreis Bernkastel geh\u00f6rt, kommen wir an einem wundersch\u00f6nen ehemaligen Bahnhof der Moselbahn vorbei. Auf unserem Weg treffen wir mehrfach ein Ehepaar, das zu einer Tagestour mit dem Fahrrad unterwegs war. Da wir nat\u00fcrlich&nbsp;am Stra\u00dfenrand den einen oder anderen Cache mitnehmen, werden wir immer wieder \u00fcberholt. Nach der dritten Begegnung verabreden wir uns im n\u00e4chsten Ort (Neumagen)&nbsp;auf ein k\u00fchles Pils.&nbsp;Es gab leider nur Flaschenbier, daf\u00fcr aber die kleinsten Pilsgl\u00e4ser, die ich je gesehen hatte- 0,2 l. Wir hatten viel Spa\u00df und nach einiger Zeit kamen immer mehr Radler und gesellten sich zu uns.&nbsp;Nach 2,5 Gl\u00e4sern Bier mussten wir aufbrechen, denn schlie\u00dflich warteten Jutta + G\u00fcnter auf uns.<\/p>\n<p>Gegen Mittag (13.30 Uhr) erreichten wir Bernkaste-Kues und die Temperaturen n\u00e4herten sich den H\u00f6chstwerten. In solchen Situationen r\u00e4t der Arzt &#8211; immer ausreichend Fl\u00fcssigkeit aufnehmen. In unserem Alter h\u00f6rt man auf seinen Doktor. Deshalb machen wir einen kurzen Stopp f\u00fcr ein richtiges Bier vom Fass. Danach setzen wir unsere Fahrt fort. Jetzt sind&nbsp;es nur noch wenige Kilometer bis Zeltingen-Rachtig. Nach 77,2 km haben wir unser Tagesziel erreicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Die Genuss-Radler erreichen Etappenziel\" class=\"alignleft wp-image-2656 size-full\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCN2779-e1442426580841.jpg\">Auf dem Weg zu unserer Unterkunft sahen wir von weiten Jutta und G\u00fcnter auf der Br\u00fccke, die zum Kloster f\u00fchrt, winken. Sie hatten&nbsp;schon gepr\u00fcft, ob das Bier im Kloster Machern noch genauso gut schmeckt, wie beim letzten Mal. Der Test verlief positiv. Diesmal werden&nbsp;wir auch den Biergarten kennenlernen, der im Winter nat\u00fcrlich geschlossen war. Nach&nbsp;ausgiebiger Begr\u00fc\u00dfung wollten wir&nbsp;aber zun\u00e4chst unsere Unterkunft kennen lernen und die R\u00e4der abstellen. Wir hatten zwei Doppelzimmer&nbsp;im G\u00e4stehaus Resi reserviert. Frau Sch\u00e4fer (Resi) machte schon am Telefon einen sehr netten Eindruck und wir wurden nicht entt\u00e4uscht. Wir wurden sehr herzlich begr\u00fc\u00dft und die Zimmer \u00fcbertrafen unsere Erwartungen. Beide Zimmer lagen direkt nebeneinander und waren \u00fcber einen gro\u00dfen Balkon&nbsp;verbunden. Bad, Bett und Lage waren perfekt. Nur kurz aus packen, duschen und frische Klamotten an und dann ab zur Bierprobe.<\/p>\n<p>Obwohl ich eigentlich einen kr\u00e4ftigen Schweinebraten oder sogar eine Haxe essen wollte, entschied ich mich bei der gro\u00dfen Hitze f\u00fcr ein leichtes Essen &#8211; f\u00fcr Fisch &#8211; ein gro\u00dfer Fehler. Den restlichen und den n\u00e4chsten Tag war die Verdauungssituation explosiv und brandgef\u00e4hrlich. Egal, beim Radfahren verschwinden alle Probleme. Am Nachmittag stand ein Rundgang durch den Ort mit anschlie\u00dfendem Umtrunk auf dem Programm.&nbsp;Nach 24 kleinen (0,25 l) Bieren und \u00fcberteuerten Country-Kartoffeln&nbsp;sind wir so leise wie m\u00f6glich in unsere Unterkunft&nbsp;gegangen. Erneut duschen und einen &#8222;kleinen Absacker&#8220; auf dem gemeinsamen Balkon und die Nachtruhe konnte kommen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen wartete nach einem selbstgemachten Kaffee ein f\u00fcrstliches und besonders liebevolles Fr\u00fchst\u00fcck im hauseigenen Wintergarten auf uns. Frau Sch\u00e4fer hatte an alles gedacht. Wenn jemand auf seiner Radreise die Mosel entlang eine g\u00fcnstige Unterkunft sucht, sollte er sich das G\u00e4stehaus Resi merken. Besser geht es nicht. Zwei Br\u00f6tchen f\u00fcr die Weiterfahrt geschmiert und dann noch packen und aufsatteln. Ein sch\u00f6ner Tag, der viel zu schnell vorbei war, liegt hinter uns. Wir verabschieden uns, denn auf uns wartet heute das Tagesziel Klotten.<\/p>\n<h2>Von Zeltingen-Rachtig nach Klotten<\/h2>\n<p>Bei allerbestem Wetter setzen wir unsere Reise fort. Wir kommen am Ortsausgang am Bau der umstrittenen Moselbr\u00fccke (Hochmosel\u00fcbergang) vorbei. Hier warten&nbsp;160 m hohe Pfeiler darauf, bald eine Br\u00fccke zu tragen. Beeindruckend, aber nicht sch\u00f6n in dieser wundervollen Landschaft. Weiter geht die Fahrt und die Temperatur steigt. Wir kommen am Budda-Museum in Traben-Trabach vorbei. In dieser ehemaligen Weinkellerei&nbsp;gibt es&nbsp;2.000 Buddas zu bewundern, aber wir haben heute keine&nbsp;Lust reinzuschauen. So gegen 11.00 Uhr wird der Durst penetranter und wir verlassen unseren Weg am Wasser. Ein Kaltgetr\u00e4nk muss her. Wir finden das Lokal&nbsp;Zur Marienburg&nbsp;in P\u00fcnderich und bestellen eine Cola mit Eis! Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Wir passieren den Ort Zell mit der weltber\u00fchmten schwarzen Katze. Unterwegs versorge ich mich in einem Blumengesch\u00e4ft (Dat Bleemsche)&nbsp;mit einigen Bananen,&nbsp;sicher ist sicher.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Die Kanonenbahn\" class=\"alignright size-full wp-image-2675\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCN2803-e1444239217517.jpg\">Nach dem Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg (1870\/71) baute man eine Bahnstrecke, um m\u00f6glichst schnell Munition und Material von Berlin nach Metz (damals auch Deutschland) zu schaffen. Die Strecke verlief m\u00f6glichst gerade \u00fcber Br\u00fccken und durch Berge, Hauptsache schnell und direkt,&nbsp;die sogenannte &#8222;Kanonenbahn&#8220;. Wir fahren an einer ziemlich&nbsp;verrosteten Br\u00fccke vorbei.<\/p>\n<p>Danach kommen wir an der Ruine des Klosters Stuben vorbei. Hier soll ein Cache sein, aber wir sind nicht erfolgreich. Bei der gro\u00dfen Hitze h\u00e4lt sich unser Ehrgeiz in Grenzen. Nach kurzer Suche setzen wir unsere Fahrt fort. Wir sind schon sehr gespannt, wie unsere Unterkunft heute aussieht, denn wir haben ein Zimmer in einem echten Biker-Hotel gebucht, stilecht eben, aber das dauert noch.<\/p>\n<p>Unsere Strecke f\u00fchrt uns an einer kleinen Quelle vorbei, eine perfekte Gelegenheit, die F\u00fcsse mit kalten Wasser etwas runter zu k\u00fchlen, denn die Hitze steigt weiter. Im n\u00e4chsten Ort wollen wir uns auch innerlich abk\u00fchlen. Leichter gesagt als getan. Die Einkehrm\u00f6glichkeiten sind sehr begrenzt. Schlie\u00dflich wird unsere Bitte erh\u00f6rt. Leider bekommen wir nur Flaschenware, aber das ist jetzt auch egal. &#8222;Ist a hard life&#8220;, wie ein Tourist am Nebentisch, vermutlich aus USA, treffend bemerkt. Es ist jetzt&nbsp;15.00 Uhr und wir haben noch ungef\u00e4hr 1 Stunde bis zum Bikerhotel in Klotten &#8211; dachten wir jedenfalls.<\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6ne gro\u00dfe Villen und zahlreiche&nbsp;Burgen&nbsp;liegen an unserem Weg. Wir haben, wie auf der Karte empfohlen,&nbsp;die rechte Moselseite gew\u00e4hlt und wollen direkt gegen\u00fcber von&nbsp;Klotten mit der F\u00e4hre&nbsp;\u00fcbersetzen. So der Plan. Das Wetter macht uns jetzt etwas Sorgen. Der Himmel zieht sich zu und wir sind uns nicht sicher, ob wir&nbsp;die Regenjacke rausholen sollen um meine Lenkertasche und die R\u00fccks\u00e4cke mit einem wasserdichten&nbsp;\u00dcberzug zu sch\u00fctzen. Ich sichere das Gep\u00e4ck, verzichte aber auf die Jacke. Jetzt noch den Weg links runter (ziemlich steil) und dann wartet dort die F\u00e4hre. Wir stehen direkt am Anleger und uns trifft fast der Schlag. Die F\u00e4hre f\u00e4hrt heute nicht!<\/p>\n<p>D<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Ob die F\u00e4hre auch kommt?\" class=\"size-medium wp-image-3200 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN2816-300x225.jpg\">ie F\u00e4hre f\u00e4hrt nur Fr, Sa und So. Heute ist aber eindeutig Dienstag. Das kann doch nicht wahr sein, ein Hinweis oben im Ort h\u00e4tte gereicht. Was machen? Die Stimmung ist gerade nicht die Beste. Wir brauchen eine L\u00f6sung. Wir k\u00f6nnen unser Hotel sehen, kommen aber nicht r\u00fcber. Eine Br\u00fccke, auf die wir ausweichen k\u00f6nnten,&nbsp;ist nicht in der N\u00e4he. Es gibt nur zwei Alternativen. Die erste Variante&nbsp;w\u00e4re zur\u00fcckzufahren (inklusive dem starken Anstieg) bis zur letzten Br\u00fccke um auf der linken Moselseite nach Klotten zu radeln.&nbsp;Die zweite Alternative bedeutet weiterfahren bis zur n\u00e4chsten Br\u00fccke und dann wieder zur\u00fcck radeln. Die n\u00e4chste Br\u00fccke ist 10 km entfernt, plus 10 km wieder zur\u00fcck, bedeutet 20 km umsonst und das bei dieser Hitze. Die Stimmung konnte nicht besser sein.<\/p>\n<p>Jetzt ist es wichtig, nichts Falsches zu sagen und Ruhe auszustrahlen. Meine innere Mitte drohte in Schieflage zu geraten. Wir \u00fcberlegten kurz, zogen die Karten und das GPS-Ger\u00e4t zu Rate und setzten unsere Reise fort, bis zur n\u00e4chsten Br\u00fccke. Die Wegstrecke auf den folgenden Kilometern entsprach bei Weitem nicht unseren Qualit\u00e4tsanspr\u00fcchen, aber das war jetzt nicht das gr\u00f6\u00dfte Problem. Wir brauchten neben guten Nerven dringend ein Kaltgetr\u00e4nk, denn beim meinem Schatz verabschiedeten sich nach und nach die Lebensgeister. In Treis-Karden fanden wir zwar keinen Biergarten, aber immerhin einen Getr\u00e4nkemarkt, der gek\u00fchlte Getr\u00e4nke verkaufte. Im Laufschritt st\u00fcrmte ich den Markt. Es war wie ein &#8222;Erste-Hilfe-Einsatz&#8220;, es fehlte nur das Blaulicht.&nbsp;Es war wahrscheinlich die leckerste Cola (f\u00fcr mich ein Spezi) aller Zeiten und so ganz langsam kehrte wieder leben in unsere K\u00f6rper.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Biker-Hotel zur Post in Klotten\" class=\"wp-image-2687 size-full alignright\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCN2820-e1444497058889.jpg\">Nach einer kleinen Pause ging es weiter. Die Br\u00fccke konnten man schon sehen. Nichts wie r\u00fcber und dann den Weg ca. 10 km zur\u00fcck. Wir kommen durch Pommern und m\u00fcssen lachen. Haben wir uns jetzt komplett verfahren?&nbsp;Zu unserem gro\u00dfen Gl\u00fcck haben jetzt auch noch einen strammen Gegenwind. Mehr geht an einem Tag eigentlich nicht. Um 17.45 Uhr haben wir unser Ziel erreicht. Das Bikerhotel zur Post in Klotten &#8211; nach 96 km!!.<\/p>\n<p>Der Chef des Hauses begr\u00fc\u00dft uns sehr freundlich und gibt erst einmal ein Bier aus. Frisch gezapft und eiskalt &#8211; perfekter Einstand. Hier wei\u00df man offensichtlich, was Biker brauchen. Dann bringen wir das Gep\u00e4ck aufs Zimmer und parken unsere &#8222;Bikes&#8220; in der gro\u00dfen Halle, direkt neben den gro\u00dfen Maschinen. Danach steht Duschen auf dem Programm. Da das Hotel auch ein Restaurant hat und sich bei uns so langsam der Hunger meldet, nutzen wir die Gelegenheit. Eine knusprige Haxe oder eine leckere Riesen-Currywurst stellte ich mir vor, wurde aber entt\u00e4uscht. Deftige K\u00fcche suchen man&nbsp;vergebens, Feinschmeckerk\u00fcche ist hier angesagt und entsprechend sind die Preise. Egal, ein Schnitzel und eine Kartoffelsuppe reichen uns. Das Bier ist auf jeden Fall sehr lecker. Nach dem Essen&nbsp;folgt ein kleiner Rundgang durch den Ort. Direkt am F\u00e4hranleger wartet&nbsp;auch noch ein Cache auf uns.<\/p>\n<p>Danach ab auf Zimmer und schlafen, denn dieser Tag war nicht ohne. Es dauert auch nicht lange und der Sandmann besucht uns, auch wenn man die Bahnlinie recht deutlich h\u00f6rt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, der Himmel ist leicht bew\u00f6lkt, ein kr\u00e4ftiges Fr\u00fchst\u00fcck und ab geht die Post, wieder in Richtung Pommern. Wir w\u00fcrden dieses Hotel nicht wieder buchen. Das Essen ist teuer, die Zimmer relativ alt und laut und f\u00fcr diesen Preis h\u00e4tten wir sicher auch etwas besseres gefunden.<\/p>\n<h2>Von Klotten nach Boppard<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Gegenverkehr in den Weinbergen\" class=\"size-medium wp-image-3201 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN2843-300x225.jpg\">Heute ist es nicht ganz so hei\u00df. Die ersten Kilometer kennen wir ja schon, wenn diesmal auch aus der anderen Richtung. Wir sind auf der linken Moselseite und fahren dabei auch immer wieder durch die Weinberge. Um 11.15 Uhr ist es Zeit f\u00fcr eine kleine Pause. Wir fahren nach Winningen rein, ein s\u00fc\u00dfer kleiner Weinort. Auf einen mit vielen Blumen liebevoll geschm\u00fcckten Platz machen wir Halt und bestellen das erste Pils des Tages. Heute hat Charlie, ein guter Freund Geburtstag und wir gratulieren telefonisch.<\/p>\n<p>Die Sonne ist jetzt wieder unser Begleiter.&nbsp;F\u00fcr eine ausgiebige Pause ist es noch zu fr\u00fch, daher geht es bald weiter.&nbsp;Es ist nicht weit bis Koblenz. In G\u00fcls m\u00fcssen wir die Seite wechseln und fahren danach durch Koblenz direkt bis an das Deutsche Eck. Hier verabschieden wir von der Mosel und hei\u00dfen den Rhein willkommen.&nbsp;Man kann genau sehen, wie sich die beiden Fl\u00fcsse vermischen, denn die Farbe des Wassers ist unterschiedlich. Am Deutschen Eck frischt der Wind deutlich auf. Ist schon eindrucksvoll, hier zu stehen. Der Ausblick ist toll. Es geht hier eine Seilbahn \u00fcber den Rhein hoch zur Festung Ehrenbreitstein. Au\u00dferdem hat sich hier zwischen den Denkm\u00e4lern auch noch ein Cache versteckt, den wir nat\u00fcrlich finden.&nbsp;Der Ort ist so besonders, dass wir beschlie\u00dfen, eine kleine Pause im Biergarten direkt an der Spitze des Deutschen Ecks einzulegen. Mit unser Bierbestellung haben wir auch noch die Berechtigung einer kostenlosen Toilettenbenutzung erworben, toller Service.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Mein Schatz am Deutschen Eck\" class=\"alignright wp-image-2701 size-full\" style=\"margin-top: 10px; margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCN2858-e1444843747284.jpg\"><\/p>\n<p>Ab jetzt fahren wir den Rhein entlang und die Landschaft sieht deutlich anders aus. Die Berge sind nicht mehr so hoch und der Weinanbau ist seltener. Daf\u00fcr kommt jetzt eine Burg nach der anderen. Die Burgen sind nat\u00fcrlich immer auf einem Berg ganz oben. Unser heutiges Ziel ist Boppard. Wir kennen den Ort eigentlich nur vom Vorbeifahren mit dem Zug, sind aber sehr gespannt. Wir versprechen uns deutlich mehr Leben als in Klotten.<\/p>\n<p>Der Radweg am Rhein verl\u00e4uft h\u00e4ufig direkt an der Stra\u00dfe. Wir sind nicht mehr so ungest\u00f6rt wie an der Mosel. Es sind keine 20 km mehr. Heute kommen wir sch\u00f6n fr\u00fch&nbsp;an unserem Zielort an und haben dann noch genug Zeit, den Ort kennen zu lernen.&nbsp;Auch die Suche nach einem geeigneten Lokal f\u00fcr das Abendessen verl\u00e4uft viel entspannter.<\/p>\n<p>An der anderen Rheinseite flie\u00dft die Lahn in den Rhein. Danach kommt das Martinsschloss Lahnstein und wenig sp\u00e4ter fahren wir an der Marksburg vorbei, beeindruckende Bauwerke.&nbsp; Jetzt verl\u00e4uft die B9 direkt am Wasser und der Radweg direkt an der B9, kein entspanntes Fahren, aber wir haben es bald geschafft.&nbsp;Der Rhein macht hier&nbsp;einen gro\u00dfen Schlenker und dann sehen wir Boppard.<\/p>\n<p>Der Ort deutlich gr\u00f6\u00dfer als gedacht und sehr touristisch. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Unser Zimmer im Weinhaus Ohm Patt\" class=\"alignleft wp-image-2703 size-full\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCN2869-e1444845541542.jpg\">&#8222;Hier ist richtig was los&#8220;, sage ich und finde Zustimmung. Da werden wir ganz sicher kein Problem haben ein sch\u00f6nes Lokal zu finden. Aber zun\u00e4chst suchen wir unser Hotel. Wir haben ein Zimmer im Hotel Weinhaus Ohm Patt&nbsp;mitten im Zentrum reserviert. Nach kurzer Suche haben wir es gefunden. Ein schnuckeliges kleines Hotel mit integrierter Kneipe (K\u00f6nigsbacher Pils vom Fass) .&nbsp;Der Besitzer John Durcan, wahrscheinlich Engl\u00e4nder, empf\u00e4ngt uns sehr freundlich, gibt uns den Schl\u00fcssel f\u00fcr das Zimmer&nbsp;und die Fahrradgarage. Danach muss er dringend weg und einkaufen. Macht nichts, wir habe alles, was wir brauchen. Wir beziehen unser Zimmer und&nbsp;sind sehr zufrieden. Das Zimmer ist ziemlich gro\u00df, hell und sehr gut geheizt. Deshalb hat John einen gro\u00dfen Ventilator bereitgestellt um die Temperatur etwas ertr\u00e4glicher zu gestalten. Wir packen die&nbsp;wichtigsten Dinge aus und testen die Dusche. Danach steht eine Ortsbesichtigung auf dem Programm. Heute war ein sehr entspannter Tag. Wir haben wieder viel gesehen und erlebt &#8211; auf fast 73 km, eine kurze Etappe.<\/p>\n<p>Bei unserer Ortsbegehung f\u00e4llt uns ein Chinese direkt am Wasser auf. Wir beschlie\u00dfen, ihn heute Abend aufzusuchen. Das GPS-Ger\u00e4t zeigt uns, dass auch noch einige Sch\u00e4tze auf uns warten. Es gibt hier viele Gesch\u00e4fte, die haben aber vorwiegend Nippes f\u00fcr die Touristen. Boppard ist wirklich sch\u00f6n und hat einiges zu bieten. Boppard hat ca. 15.000 Einwohner und geh\u00f6rt zum UNESCO Welterbe. Die Stadt&nbsp;blickt auf eine \u00fcber 2000j\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcck. Das die R\u00f6mer fr\u00fcher hier waren merkt man \u00fcberall.<\/p>\n<p>Der Himmel zieht sich langsam zu und ich habe Hunger.&nbsp;Das China Restaurant Spiegel Garten&nbsp;hat eine \u00fcberdachte Terrasse. Ich bestelle Schweinefleisch mit Gem\u00fcse und mein Schatz entscheidet sich f\u00fcr H\u00fchnerfleisch Gong Bao. Dazu zwei Pils &#8211; ein perfekter Abend. Das Essen kommt schnell und schmeckt lecker. Wie beim Chinesen \u00fcblich, hat man nach dem Essen das Gef\u00fchl zu platzen. Wir beschlie\u00dfen daher noch einen Spaziergang anzuschlie\u00dfen. Sp\u00e4ter wollen wir noch die Bierspezialit\u00e4ten in unserem Hotel testen. Wir trinken ein &#8222;K\u00f6nigsbacher&#8220; und lauschen den \u00e4lteren Damen im Lokal, die vermutlich aus England kommen. Ein Film vom Bett aus im immer noch recht warmen Zimmer und wir schlafen schnell ein.<\/p>\n<p>Leider gab es kein englisches Fr\u00fchst\u00fcck, sondern nur normal deutsch, aber egal, f\u00fcr 74,50 \u20ac&nbsp;ist das Hotel mitten im Ort v\u00f6llig o.k.<\/p>\n<h2>Von Boppard bis ???<\/h2>\n<p>Wir holen die &#8222;Ponys&#8220; aus dem &#8222;Stall&#8220; und satteln auf.&nbsp;&nbsp;Zum Rhein ist es nur ein Katzensprung und weiter geht die Fahrt den Rhein entlang. Wir bleiben auf der rechten Seite. Der Radweg ist direkt am Wasser, nur durch eine Leitplanke von der Stra\u00dfe getrennt. Der Himmel ist leicht bew\u00f6lkt. Dadurch ist es heute nicht so hei\u00df. Wir kommen an einem Felsen vorbei, auf dem sich wei\u00dfe Bergziegen tummeln. Zahlreiche Burgen auch auf diesem Abschnitt der Strecke. F\u00fcr heute haben wir noch keine Unterkunft. Mal sehen, wie weit wir kommen. Zur Not&nbsp;k\u00f6nnen wir in Mainz in den Zug nach Hause steigen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Beim n\u00e4chsten Mal Nordseekrabben mitbringen\" class=\"alignleft wp-image-2711 size-full\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCN2894-e1445451007731.jpg\">Die n\u00e4chste gro\u00dfe Sehensw\u00fcrdigkeit an der wir vorbei kommen ist nat\u00fcrlich die Loreley. Der Schieferfelsen, auf dem die blonde Nixe sitzt, ist aber auf der anderen Seite. 132m hoch ragt der Felsen auf. Dort oben auf der Freilichtb\u00fchne finden h\u00e4ufig Konzerte und Festivals statt. Auf unser Seite ist ein Campingplatz. Die Biegung des Rheins ist hier sehr stark. Deshalb gibt eine Art Ampel f\u00fcr die Schiffe, denn sie k\u00f6nnen den Gegenverkehr erst sehr sp\u00e4t sehen.<\/p>\n<p>Gegen 11.30 Uhr ist Zeit f\u00fcr eine Pause. Im Ort Bacharach finden wir das tolle Lokal &#8222;Kurpf\u00e4lzische M\u00fcnze&#8220;. Der Wirt kommt aus Norddeutschland und wir kommen ins&nbsp;Plaudern. Sollten wir noch mal hier vorbei kommen, mussten wir ihm versprechen Nordseekrabben mitzubringen. Ein toller Laden, aber wir m\u00fcssen weiter, denn so genau wissen wir nicht, wo wir heute landen.<\/p>\n<p>Jetzt kommen wir am Rhein-Nahe-Eck vorbei, hier flie\u00dft die&nbsp;Nahe in den Rhein.&nbsp;Es sind noch 35 km bis Mainz und es ist erst 12.30 Uhr. Wir sind gut unterwegs. Ich bin aber optimistisch, eine geeignete Unterkunft zu finden. In Bingen wartet die F\u00e4hre auf uns, denn wir m\u00fcssen&nbsp;die Seite wechseln.&nbsp; Auf der anderen Seite fahren wir durch R\u00fcdesheim, sehr touristisch.<\/p>\n<p>Kurz danach kommen wir an den Resten der Hindenburgbr\u00fccke vorbei. Die Eisenbahnbr\u00fccke \u00fcberquerte den Rhein von Bingen nach R\u00fcdesheim.&nbsp;Sie war im 2.Weltkrieg das Ziel zahlreicher Luftangriffe und wurde schlie\u00dflich v\u00f6llig zerst\u00f6rt und nie wieder aufgebaut. Die Br\u00fcckenk\u00f6pfe sind als&nbsp;Mahnmal&nbsp;liegen geblieben. Genau endet das UNESCO Welterbe. So gegen 14.00 Uhr machen wir in einem sehr h\u00fcbschen Biergarten eine kurze Pause. Das Personal ist nicht besonders aufmerksam, aber das Bier schmeckt und so&nbsp;direkt am Wasser interessiert uns der Kellner nicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-full wp-image-2717\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"Ja, uns geht es gut\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCN2911-e1445537612550.jpg\">Wenig sp\u00e4ter kommen wir nach Mainz-Kostheim. Hier ist&nbsp;Industriegebiet und alles sehr hektisch. Mir f\u00e4llt eine Wurstbude auf und wir steuern direkt hin. Fazit: Die Wurst war nix, aber der Ketchup war super. Egal, Es is noch ziemlich war im Zimmerwir werden sp\u00e4ter sch\u00f6n essen gehen. Wenn wir irgendwo eine Pension finden, werde ich fragen, aber so lange fahren wir weiter in Richtung Darmstadt. In Mainz-Kostheim ist nichts und auf die andere Seite nach Mainz wollen wir nicht. Wir fahren \u00fcber den Main nach Ginsheim-Gustavsburg. Durch Ginsheim sind wir schon mehrfach mit dem Rad gefahren. Es liegt an einer RMV-Route. Mein Schatz erinnerte sich, dass sie hier im Ort, direkt am Altrhein, ein Hotel gesehen hat. Wenn wir hier ein Zimmer bekommen, werden wir bleiben und dann Morgen ganz entspannt die letzten Kilometer nach Hause radeln.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich, es gibt das Hotel &#8222;Zum Ratskeller&#8220; mit Restaurant und Biergarten. Was wollen wir mehr? Ein Zimmer ist schnell gebucht und bevor wir die Zimmer beziehen, testen wir den Biergarten und verst\u00e4ndigen die Kinder. Die Sonne scheint, das Bier schmeckt und das Zimmer ist o.k. wenn auch etwas zu teuer. Nach einer erfrischenden Dusche haben wir Hunger. Warum weit laufen, wenn wir ein Restaurant im Haus haben. Donnerwetter, das Essen war wirklich sehr gut.&nbsp;Danach steht wieder ein Spaziergang&nbsp;mit Besuch einer Eisdiele auf dem Programm inkl. einiger Caches. Blo\u00df den bl\u00f6den Cache am alten Kran konnten wir nicht finden. Damit geht wieder ein Tag zu Ende.&nbsp;Wir haben heute 88 km geschafft und verschwinden auf unserem Zimmer.<\/p>\n<p>Es ist noch ziemlich warm im Zimmer. Fenster aufrei\u00dfen hilft nur wenig und auflassen geht gar nicht. Als endlich alle G\u00e4ste das Lokal verlassen haben, kehrt Ruhe ein in dem beschaulichen Ginsheim.<\/p>\n<p>Wir wachen fr\u00fch auf. Nat\u00fcrlich&nbsp;bekommt mein Schatz auch heute Morgen ein Kaffee ans Bett gebracht. Dabei kurz in die Nachrichten schauen und das Wetter f\u00fcr den Tag pr\u00fcfen. Dann duschen, die Taschen und runter zum Fr\u00fchst\u00fcck. Das Fr\u00fchst\u00fcck ist endt\u00e4uschend und sehr \u00fcbersichtlich. Das schlechteste auf unser gesamten Reise. Bei&nbsp;einem Zimmerpreis von 90,-\u20ac haben wir etwas anderes erwartet. Egal, wir werden hier sicher nicht wieder \u00fcbernachten. Die R\u00e4der beladen und weiter geht die Reise.<\/p>\n<h2>Von Ginsheim nach Darmstadt<\/h2>\n<p>Ich kann nicht einsch\u00e4tzen, wie viel Kilometer wir heute vor uns haben, auch&nbsp;die Strecke ist nicht genau bekannt, nur die Richtung. Noch in Ginsheim haben die erste kleine Panne. Bei meinem Schatz springt die linke Packtasche aus der Halterung und ger\u00e4t in die Speichen. Die Tasche rei\u00dft untern auf und ist schwer besch\u00e4digt. Zum Gl\u00fcck sind die Speichen nicht gebrochen und f\u00fcr die Tasche hilft Klebeband.&nbsp;Nach kurzer Reparatur gehts weiter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Hauptbahnhof Darmstadt\" class=\"alignleft wp-image-2720 size-full\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCN2925-e1445623199669.jpg\">Wir fahren am Altrhein entlang durch eine wundersch\u00f6ne Landschaft Richtung Trebur.&nbsp;Hier wird viel Gem\u00fcse angebaut. Da es schon l\u00e4nger nicht mehr geregnet hat, werden die Felder gew\u00e4ssert und beim Vorbeifahren&nbsp;werde ich klatschnass. Die Sonne hilft und nach einiger Zeit ist wieder alles trocken. Gegen 11.00 Uhr haben wir Griesheim erreicht. Ein kleine Pause in der Ortsmitte tut gut. Der vom Fr\u00fchst\u00fcck mitgenommene Apfel schmeckt jetzt sehr gut und erfrischt, denn die Sonne ist heute gut drauf. Ein Hund hat es sich im Dorfbrunnen gem\u00fctlich gemacht, auch eine M\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p>Jetzt ist es nicht mehr weit bis Darmstadt. Wenn wir da sind, erst eine Currywurst und dann&nbsp;im Ratskeller auf dem Marktplatz ein frisch Gezapftes. Der Plan war, danach zum Ostbahnhof zu fahren und dort in den Zug zu steigen. Leider f\u00e4hrt dort kein Zug nach Dieburg und wir m\u00fcssen zur\u00fcck zum Hauptbahnhof. \u00dcber Ro\u00dfdorf mit den Steigungen und dem vollen Gep\u00e4ck m\u00fcssen wir nicht haben.<\/p>\n<p>Die Fahrt von Dieburg nach Hause war schnell erledigt und damit endet nach 375 km eine sehr sch\u00f6ne Radtour.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Tour 2015 beginnt in der \u00e4ltesten Stadt Deutschlands &#8211; Trier. 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