{"id":2162,"date":"2013-07-15T20:06:11","date_gmt":"2013-07-15T18:06:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=2162"},"modified":"2017-02-02T09:15:48","modified_gmt":"2017-02-02T07:15:48","slug":"rund-um-den-edersee","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=2162","title":{"rendered":"Edersee-Radweg"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Ein frisch Gezapftes mit Blick auf den Edersee\" class=\"size-medium wp-image-3177 alignleft\" style=\"margin: 0px 10px 0px 0px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/DSCN1330-300x225.jpg\">Nachdem meine One-Man-Show den Rheinradweg entlang ein Flop war, entschlossen wir uns kurzfristig &#8211; diesmal wieder gemeinsam-&nbsp;dem Edersee einen Besuch abzustatten. Das Wetter sollte in der zweiten Juli-Woche&nbsp;besser werden und eine Unterkunft nahe der Talsperre war auch schnell gefunden. Wir hatten uns f\u00fcr zwei \u00dcbernachtungen&nbsp;in der Pension Affolderner See im gleichnamigen Ort einquartiert. Die R\u00e4der waren wie immer auf dem Dach verstaut und los ging die Fahrt die A5 und die A7 hinauf Richtung Kassel. In Melsungen haben wir die Autobahn verlassen und sind \u00fcber die Bundesstrasse nach Affoldern gefahren. Nach nicht einmal 3 Stunden waren wir am Ziel. Das Wetter hatte Wort gehalten. Die Sonne schien in Str\u00f6men. Frau Sch\u00fctte, die Eigent\u00fcmerin der Pension hatte mir am Telefon mitgeteilt, dass sie erst wieder ab 14.00 Uhr da sein wird. Wir hatten also noch etwas Zeit. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Also R\u00e4der vom Dach und schon mal die Gegend erkunden. Auf zur Talsperre. Dabei kam uns schon die erste Steigung in die Quere. Auf der Fahrt hoch zur Staumauer haben wir uns in der Touristen-Info noch mit Kartenmaterial&nbsp;versorgt. Nach dem m\u00fchsamen&nbsp;&#8222;Aufstieg&#8220; haben wir uns zur Belohnung ein frisches Pils in einem Biergarten direkt am See geg\u00f6nnt. Ein Superausblick. So gro\u00df hatte ich mir den Edersee nicht vorgestellt und dabei&nbsp;konnte man nur einen Teil sehen. Die Eder, die hier zu einem See aufgestaut wurde, liegt&nbsp;zwischen hohen Bergen&nbsp;und zerkl\u00fcfteten Fjorden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Das hat geschmeckt, jetzt aber&nbsp;zur\u00fcck in die Pension, das Zimmer beziehen. Die R\u00fcckfahrt war toll, denn es ging fast nur bergab. Frau Sch\u00fctte hatte uns schon erwartet und&nbsp;ein Zimmer in ihrem Privattrack vorbereitet. Das Zimmer und die Einrichtung war mindestens so&nbsp;alt, wie unsere Wirtin, daf\u00fcr aber sehr ruhig und sogar mit kleiner Terrasse. F\u00fcr zwei Tage die perfekte Unterkunft. Schnell noch ein paar Sachen<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Die Kaiserstadt Fritzlar\" class=\"alignright size-medium wp-image-3178\" style=\"margin: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/DSCN1343-300x225.jpg\"> auspacken und dann wieder aufs Rad. <\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Unsere Gastgeberin empfahl uns f\u00fcr den Nachmittag eine kleine Tour entlang der Eder nach Fritzlar. Den See hatten wir erst f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag auf der Liste. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Ein wundersch\u00f6ner, gut ausgeschilderter&nbsp;Radweg f\u00fchrte uns&nbsp;immer am Wasser entlang ohne Probleme an den Fu\u00df der&nbsp;ehemaligen Kaiserstadt Fritzlar. Auf der Fahrt wurden nat\u00fcrlich auch einige Caches eingesammelt. In die Altstadt von Fritzlar fahren war nicht drin, schieben schon und es ging wirklich sehr steil bergauf. Oben angekommen, waren wir derartig fertig, dass als Erste-Hilfe-Sofortma\u00dfnahme ein k\u00fchles Pils lebensnotwendig war. Als die Lebensgeister zur\u00fcck gekehrt waren, stand ein schnelles Essen beim China-Mann und ein Rundgang durch die Stadt auf dem Programm.&nbsp;Die Innenstadt ist wundersch\u00f6n mit viel Fachwerk. Leider war das Zentrum bei unserem Besuch eine einzige Baustelle. Trotzdem, die Stadt ist einen Besuch <\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">wert. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Die Abfahrt wieder hinunter zur Eder war im Gegensatz zum Aufstieg ein absolutes Vergn\u00fcgen. Auf dem Weg zur\u00fcck nach Affoldern kamen wir an einem Campingplatz vorbei, in dem es auch ein kleines Restaurant mit Biergarten gab. Nat\u00fcrlich nutzten wir diese Gelegenheit und&nbsp;testeten das Kaltgetr\u00e4nkeangebot. <\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Danach ging es gem\u00fctlich weiter zu unserer Unterkunft. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Alt aber sehr ruhig - unser Zimmer\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2463\" style=\"margin: 0px 10px 0px 0px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/DSCN1350-300x225.jpg\">Umziehen und etwas frisch machen. Danach auf der Terrasse Zeitung lesen und einen Absacker nehmen. Frau Sch\u00fctte leistete uns Gesellschaft und spendierte Chips und N\u00fc\u00dfchen. Sie erz\u00e4hlte aus ihrem Leben und gab uns Tips f\u00fcr unsere Tour um den Edersee. Irgendwann sind wir dann in unser Zimmer gegangen, denn der Tag war lang und am n\u00e4chsten Morgen sollte der Edersee bezwungen werden. Der Fernseher im Zimmer hatte auch schon einige Jahre auf dem Buckel und die Programmvielfalt war sehr \u00fcbersichtlich. Aber egal, zum Einschlafen hat es gereicht. Wir hatten eine wirklich sehr ruhige Nacht. Die Matratzen waren o.k. und das Geknarre der Betten hielt sich auch in Grenzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Wie \u00fcblich waren wir am n\u00e4chsten Morgen ziemlich fr\u00fch wach. Liegt wohl am Alter. Nach einer erfrischenden Dusche&nbsp;und einem selbst gemachten Kaffee haben wir uns angezogen und sind&nbsp;durch den Ort gelaufen, eine Zeitung kaufen.&nbsp;Das Wetter machte gute Laune. Zur\u00fcck in der Pension erwartete uns ein liebevoll vorbereitetes Fr\u00fchst\u00fcck. Frau Sch\u00fctte hatte an alles gedacht und machte uns sogar noch ein frisches Spiegelei &#8211; von beiden Seiten gebraten. Wir machten uns noch zwei Br\u00f6tchen f\u00fcr Unterwegs und dann konnte es losgehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Blick auf den Edersee\" class=\"alignright size-medium wp-image-2470\" style=\"margin: 0px 10px 10px 0px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/DSCN1355-300x225.jpg\">Die Packtasche mit den wichtigsten Utensilien&nbsp;ans Rad, &#8222;Luise&#8220; an den Lenker und los gings hoch zur&nbsp;Staumauer. Die Steigung erschreckte uns diesmal nicht, denn die kannten wir schon. Wir fuhren gegen den Uhrzeigersinn um den Edersee. Die ersten Kilometer waren super ausgebaut. Das Wetter machte wirklich gute Laune. Der erste&nbsp;Ort, den wir durchquerten, war Waldeck, eine sehr vom Tourismus gepr\u00e4gte Stadt. Hoch oben auf dem Berg&nbsp;(220 m) thront das&nbsp;Schloss Waldeck, aber wir versp\u00fcrten keine Lust f\u00fcr eine Besichtigung.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Leider f\u00fchrt der Radweg nicht ausschlie\u00dflich am Ufer des Sees entlang, sondern macht, auch bedingt durch die &#8222;Fjorde&#8220;, gelegentlich einen Abstecher in das bergige Hinterland. Einen Anstieg&nbsp;auf teilweise sehr engen, steilen Wegen durch den Wald&nbsp;machten wir noch mit, aber die Steigung hoch nach Basdorf kam&nbsp;nicht in Betracht. Leider geht der Radweg aber hier nicht am Wasser entlang. Da merkt man doch, dass wir hier in einem Mittelgebirge befinden und nicht im norddeutschen Flachland. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Unser F\u00e4hre in Scheid\" class=\"size-medium wp-image-3179 alignleft\" style=\"margin: 0px 10px 0px 0px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/DSCN1358-300x225.jpg\">Wir beschlie\u00dfen, uns mit einer kleinen F\u00e4hre&nbsp;von der Halbinsel Scheid auf die andere Seite des Sees nach Bringhausen \u00fcbersetzen zu lassen.&nbsp;Dann einige Kilometer gegen den Uhrzeigersinn bis Asel fahren und wiederum per F\u00e4hre zur\u00fcck auf die urspr\u00fcngliche Seite. Wir m\u00fcssen dann zwar auf der R\u00fcckfahrt einen Abschnitt doppelt fahren, aber bei der Kulisse ist das sicher nicht so schlimm. Auf jeden Fall haben wir uns so die gr\u00f6\u00dfte Steigung&nbsp;gespart. Mal sehen, ob der Plan aufgeht.&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Wir sind ja schon mit vielen F\u00e4hren gefahren, aber diese war mit Abstand die Kleinste.&nbsp;Zum Gl\u00fcck waren wir die einzigen Fahrg\u00e4ste, sonst w\u00e4re es knapp geworden. Die Fahrt verlief ohne Probleme. Auf dem Wasser wurden uns erst die Dimensionen des Sees klar, er ist wirklich gro\u00df. In Bringhausen angekommen hie\u00df es, den Radweg suchen und dann weiter nach Westen. Es ging rauf und runter und bald erreichten wir Asel.&nbsp;Hier gibt es einen Campingplatz und der Verwalter ist auch gleichzeitig der F\u00e4hrmann. Es hatten sich schon einige Fahrg\u00e4ste zur \u00dcberfahrt versammelt, nur leider&nbsp;fehlte das Wichtigste, der F\u00e4hrmann. Das Warten war aber ganz unterhaltsam, denn die anderen Fahrg\u00e4ste hatten viel zu erz\u00e4hlen. Wir erfuhren, dass&nbsp;hier&nbsp;bei wenig Wasser, eine Br\u00fccke aus dem Wasser auftaucht, die eine \u00dcberfahrt ohne F\u00e4hre m\u00f6glich macht. Au\u00dfer einiger gelber Bojien deutet nichts auf die Existenz einer Br\u00fccke hin. Leider hatten wir jetzt nichts davon, denn der See war randvoll. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"In Asel - Wir warten auf den F\u00e4hrmann\" class=\"alignright size-medium wp-image-3180\" style=\"margin: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/DSCN1363-300x225.jpg\">Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit erfuhren wir, das ein Rohrbruch auf dem Campingplatz unseren F\u00e4hrmann an einer baldigen Abfahrt hinderte. Irgendwann beschlossen wir, den Weg zur\u00fcck mit dem Rad zu machen, denn niemand konnte uns auch nur&nbsp;ungef\u00e4hr eine Abfahrtzeit nennen. Gesagt, getan und nach einer guten Stunden waren wir wieder in Bringhausen. Hier gibt es eine Fisch-R\u00e4ucherei. Nat\u00fcrlich nutzte ich die Gelegenheit, und kaufte mir ein R\u00e4ucheraal-Br\u00f6tchen. Hatte ich schon besser. In einem Biergarten&nbsp;konnten wir, in einem Strandkorb sitzend, unseren Fl\u00fcssigkeitshaushalt auff\u00fcllen. Danach setzten wir unsere Rundreise um den See fort. Es gab noch einige Caches, die auf uns warteten. Wir fuhren durch viel Wald, aber immer in Wassern\u00e4he. Der Wald hier ist etwas ganz Besonderes, er geh\u00f6rt zum Kellerwald und ist Weltnaturerbe. Wir fahren an einem&nbsp;Kletterwald vorbei und schon bald taucht in der Ferne der Ort Hemfurth und die Staumauer des Edersees auf.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Leider hatten wir nicht genug Zeit um den nahen&nbsp;Wildtierpark zu besuchen. Na ja, vielleicht beim n\u00e4chsten Mal. Die Sonne hatte sich inzwischen zur\u00fcck gezogen, aber es war noch warm genug. Die Fahrt zur\u00fcck zur Pension verlief ohne Zwischenf\u00e4lle, wir hatten sogar noch Zeit f\u00fcr ein Kaltgetr\u00e4nk in H\u00f6he der Mauer.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Unsere Gastgeberin Frau Sch\u00fctte\" class=\"size-medium wp-image-2500 alignleft\" style=\"margin: 0px 10px 0px 0px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/DSCN1378-300x225.jpg\">Es war eine sehr sch\u00f6ne Tour. In der Unterkunft machen wir uns schnell frisch und dann entscheiden wir, in dem Restaurant am Campingplatz vom Abend vorher etwas zu essen. Auch diese Fahrt war sehr entspannend. Den Abend lassen wir wieder auf der Terrasse bei Zeitung und Bier ausklingen. Frau Sch\u00fctte leistete uns erneut Gesellschaft erz\u00e4hlte kleine Anekdoten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Die Nacht verlief ruhig. Nach einem kr\u00e4ftigen Fr\u00fchst\u00fcck packen wir unsere Sachen. Die R\u00e4der kommen aufs Dach und wir treten die Heimreise, allerdings nicht direkt, sondern wir machen noch einen Abstecher ins wundersch\u00f6ne Rotenburg an der Fulda.&nbsp;Eine Kaffeepause war auch noch drin, aber f\u00fcr ein Mittagessen fanden wir leider kein geeignetes Restaurant, das ge\u00f6ffnet hatte, schade. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Insgesamt eine sehr sch\u00f6ne Fahrt, nat\u00fcrlich haben wir wieder sehr viel gesehen und erlebt. Der Edersee ist wirklich beeindruckend. Einige Abschnitte des Radweges sind sicher eher f\u00fcr Mountainbikes&nbsp;geeignet. Trotzdem war es sehr interessant.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Ende<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem meine One-Man-Show den Rheinradweg entlang ein Flop war, entschlossen wir uns kurzfristig &#8211; diesmal wieder gemeinsam-&nbsp;dem Edersee einen Besuch abzustatten. Das Wetter sollte in der zweiten Juli-Woche&nbsp;besser werden und eine Unterkunft nahe der Talsperre war auch schnell gefunden. 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