{"id":1759,"date":"2012-07-17T09:14:54","date_gmt":"2012-07-17T07:14:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=1759"},"modified":"2017-02-03T09:35:16","modified_gmt":"2017-02-03T07:35:16","slug":"deutsche-fahrstrase-erganzung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=1759","title":{"rendered":"Deutsche F\u00e4hrstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Auf dem Weg nach Gr\u00e4pel\" class=\"size-medium wp-image-3202 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0530-300x225.jpg\">Auch in diesem Jahr wollten wir wieder zu einer gr\u00f6\u00dferen Radtour aufbrechen.&nbsp;Das Wetter machte eine langfristige Planung unm\u00f6glich. Relativ spontan sind wir dann am 7.7. nach Bremen gefahren, die R\u00e4der auf dem Dach. Ich fand die <strong>Deutsche F\u00e4hrstra\u00dfe<\/strong> sehr interessant und absolut f\u00fcr Genussradler geeignet. Leider war sie mit insgesamt 230 km etwas zu kurz geraten. Deshalb erg\u00e4nzte ich die Route um ein kleines St\u00fcck aus der Radtour &#8222;<strong>Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer<\/strong>&#8220; (ca. 75 km). Der Plan war, von Lilienthal im Norden von Bremen nach Bremerv\u00f6rde zu fahren, denn dort beginnt die Deutsche F\u00e4hrstra\u00dfe. Dann sollte es die Oste entlang, durch das Kehdinger Land auf die andere Seite der Elbe gehen. Von dort ein St\u00fcck direkt an der Elbe Richtung Brunsb\u00fcttel und schlie\u00dflich am Nord-Ostsee-Kanal entlang bis nach Kiel. Von Kiel wollten wir dann mit dem Zug zur\u00fcck nach Bremen fahren. Das sollten so ca. 300 km sein. Bei einer so langen Anfahrt (500 km) sollte die Strecke schon eine Mindestl\u00e4nge aufweisen. Die Hinfahrt klappte, bis auf einige Staus ganz gut, dauerte aber l\u00e4nger als gedacht. Die gebuchte Unterkunft &#8211; <a title=\"Pension Klostermoor in Lilienthal\" href=\"http:\/\/www.pension-klostermoor.de\" target=\"_blank\">Pension Klostermoor<\/a> &#8211; in Lilienthal&nbsp;entsch\u00e4digte aber. Sehr ruhig und direkt am Radweg nach Bremerv\u00f6rde. <\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Am Abend vor dem Start machten wir bei bestem Wetter noch einen Abstecher nach Bremen.&nbsp;Die Altstadt und das Schnoorviertel sind wirklich sehenswert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: large;\">1. Etappe: Von Lilienthal nach Gr\u00e4pel (95 km)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Zwangspause in Gnarrenburg\" class=\"alignright size-medium wp-image-3203\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0540-300x225.jpg\">Nach einem kr\u00e4ftigen Fr\u00fchst\u00fcck begann die Fahrt durch das Teufelsmoor. Die Sonne schien und der Wind hielt sich zur\u00fcck. Besser gings nicht. F\u00fcr die erste Etappe waren ungef\u00e4hr 75 km veranschlagt. Schon auf den ersten Kilometern stellten wir fest, dass die Ausschilderung deutlich besser sein k\u00f6nnte. Wir fanden nicht immer sofort den direkten Weg und fuhren deshalb einige unn\u00f6tige Zusatz-Kilometer. Besonders im K\u00fcnstlerdorf Worpswede waren wegen umfangreicher Bauarbeiten so ziemlich alle Wegweiser verschwunden. Am sp\u00e4ten Vormittag waren wir in Hambergen und feierten die Ankunft mit einem kleinen Pils. Der blaue Himmel vom Morgen war inzwischen einer dichten Wolkendecke gewichen und wir machten uns ernsthaft Sorgen. In Gnarrenburg fielen die ersten Tropfen&nbsp;und wir mussten eine Zwangspause einlegen. Bei einem leckeren Kr\u00e4usen Pils beobachten wir aufmerksam die Wetterentwicklung.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Historische Prahmf\u00e4hre in Gr\u00e4pel\" class=\"size-medium wp-image-3204 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0559-300x225.jpg\">Zwischen Gnarrenburg und Bremerv\u00f6rde setzt dann der Regen ein und wir wechseln auf Regenkleidung. Zum Gl\u00fcck fanden wir in einer Bushaltstelle ein trockenes&nbsp;Pl\u00e4tzchen zum Umziehen.&nbsp;Wir waren ungef\u00e4hr 15 km vor Bremerv\u00f6rde und mussten langsam weiter. Unser Zeitplan geriet durcheinander. Bei leichtem Nieselregen setzten wir unsere Reise fort.&nbsp;Endlich erreichten wir Bremerv\u00f6rde. In der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone bekommen wir als Werbegeschenk Brillenputzt\u00fccher geschenkt. Wie passend bei dem Regen. Endlich begann die Deutsche F\u00e4hrstra\u00dfe und damit eine wesentlich bessere Ausschilderung. Auf der&nbsp;Deutschen F\u00e4hrstra\u00dfe sollten wir alle von Menschen erdachten M\u00f6glichkeiten, einen Flu\u00df zu \u00fcberqueren, kennen lernen und in Gr\u00e4pel wartete bereits die erste &#8211; eine&nbsp;Prahmf\u00e4hre.&nbsp;Diese historische F\u00e4hre wird nur mit Muskelkraft betrieben. Als wir an der F\u00e4hre ankamen, mussten wir mit dem Hammer an die Glocke schlagen und dann kam der F\u00e4hrmann aus dem gegen\u00fcberliegenden Gasthaus und brachte uns f\u00fcr 1<\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">,- \u20ac auf die andere Seite.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Unsere Unterkunft &#8211; <a title=\"Gasthaus Meier in Gr\u00e4pel\" href=\"http:\/\/www.gasthausmeier.de\" target=\"_blank\">Gasthaus Meier<\/a> &#8211; war schnell gefunden. Das Zimmer war gro\u00df und sehr ruhig. Auf der Terrasse gab es einen Strandkorb und um die Ecke einen kleinen beheizten Pool. Wir hatten genug Wasser von Oben und verzichteten auf ein Bad. Mit den ganzen Umwegen sind aus den geplanten 75 km satte 95 km geworden. So war das nicht geplant. Das Essen im Gasthaus war nicht so toll wie erwartet. Bei einem kleinen Verdauungspaziergang nach dem Essen fanden wir zahlreiche HSV-Fahnen. Wir waren im HSV-Land, denn in den n\u00e4chsten Tagen begegnete uns die Raute \u00fcberall. Am n\u00e4chsten Morgen wollten wir uns wieder auf die andere Seite der Oste bringen lassen, aber der F\u00e4hrmann war erst sp\u00e4ter verf\u00fcgbar. Einige Kilometer weiter gibt es noch eine weitere Prahmf\u00e4hre (diesmal mit Motor) aber auch diese war erst Mittags in Betrieb. Also weiter bis zur n\u00e4chsten Br\u00fccke.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: large;\">2. Etappe &#8211; Von Gr\u00e4pel nach&nbsp;Freiburg (95 km)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Abfahrt in Gr\u00e4pel\" class=\"alignright size-medium wp-image-3205\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0575-300x225.jpg\">Noch ist das Wetter o.k. Wir finden die Br\u00fccke und k\u00f6nnen endlich auf die richtige Seite der Oste wechseln. Wir bleiben ziemlich dicht am Flu\u00df und sehen immer wieder traumhafte Reetdach-H\u00e4user. In Osten wartete die \u00e4lteste Schwebef\u00e4hre Deutschlands und ein strammer Regenguss auf uns. Wir beschlie\u00dfen, die ung\u00fcnstige Wettersituation im F\u00e4hrhaus abzuwarten. Der Wirt ist der Schutzpatron der Schwebef\u00e4hren und er erz\u00e4hlt uns viele Geschichten aus seinem Leben.&nbsp;Bei einigen Bieren und einer \u00e4u\u00dferst schmackhaften Currywurst verbringen wir 90 Minuten im F\u00e4hrhaus. Erst danach wagen wir uns wieder raus.&nbsp;Die Regenklamotten haben wir&nbsp;wieder an und brauchen sie auch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Unser n\u00e4chstes Ziel ist das Oste-Sperrwerk in Neuhaus. Hier flie\u00dft die Oste in die Elbe und wir wollen die Oste ein letztes Mal \u00fcberqueren. Als wir das Sperrwerk nach einigen kleinen Umwegen endlich erreichen, ist die Br\u00fccke \u00fcber die Oste&nbsp;hochgeklappt. Wir gehen davon aus, dass gerade ein Schiff das Sperrwerk passiert und wir deshalb etwas warten m\u00fcssen. Leider werden wir entt\u00e4uscht, denn durch Bauarbeiten bedingt ist die Br\u00fccke an Montagen komplett gesperrt. H\u00e4tte man in Neuhaus nicht einen Hinweis anbringen k\u00f6nnen? Wir m\u00fcssen also bei immer noch andauerndem Nieselregen zur\u00fcck nach Neuhaus und dann \u00fcber die regul\u00e4re Br\u00fccke.&nbsp;Wir sind restlos bedient und haben wieder ca. 15 km zus\u00e4tzlich auf der Uhr.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Zimmer mit S\u00fcdsee-Tapete im Kehdinger Hof\" class=\"size-medium wp-image-3206 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0601-300x225.jpg\">Endlich&nbsp;erreichen wir das Kehdinger Land und n\u00e4hern uns langsam der Elbe. Bei einem d\u00fcnnen Kaffee und einem St\u00fcck Pflaumenkuchen ruhen wir uns in einem Hofladen etwas aus. Wir sind an diesem Tag wahrscheinlich die einzigen Radler, die sich bei diesem Wetter raustrauen und wir haben noch ca. 20 km.&nbsp;Die Sonne haben wir schon lange nicht mehr gesehen, aber wir halten durch. Wir fahren am Sommerdeich entlang Richtung Freiburg. Hier gibt es sehr viel Gegend. An einer Pumpstation treffen wir auf eine Frau, die das Akku ihres e-Bikes leerfahren will. Sie macht freundlicherweise ein Foto von uns.&nbsp;Jetzt ist es nicht mehr weit. In Freiburg (wieder \u00fcberall HSV-Fahnen)&nbsp;ist der <a title=\"Hotel Kehdinger Hof\" href=\"http:\/\/www.hotel-kehdinger-hof.city-map.de\/1.html\" target=\"_blank\">Kehdinger Hof<\/a>, unser Quartier f\u00fcr die Nacht&nbsp;schnell gefunden. Ein gro\u00dfes Zimmer mit S\u00fcdsee-Tapete&nbsp;erwartet uns. Die Unterkunft hatte ich im F\u00e4hrhaus in Osten (mit der Schwebef\u00e4hre) gebucht.&nbsp;Der freundliche Wirt hatte&nbsp;am Telefon angeboten, uns mit einem H\u00e4nger abzuholen, wenn das Wetter nicht besser werden w\u00fcrde. Tolles Angebot, aber diese Bl\u00f6\u00dfe wollten wir uns nur im \u00e4u\u00dfersten Notfall&nbsp;geben und wir haben durchgehalten, auch wenn es manchmal auf der Kippe stand.&nbsp;Wir haben in der Pension gegessen und danach unseren \u00fcblichen Spaziergang gemacht. Der Regen hatte inzwischen aufgeh\u00f6rt. Unsere R\u00e4der waren sicher in einer Garage untergestellt. Hoffentlich wird das Wetter Morgen besser.&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: large;\">3. Etappe: Von Freiburg nach Burg (55 km)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">D<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Abfahrt in Freiburg ohne Regenklamotten\" class=\"alignright size-medium wp-image-3207\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0609-300x225.jpg\">as Fr\u00fchst\u00fcck ist sehr gut und wir nehmen nach den Erfahrungen der letzten Tage lieber ein Zusatzbr\u00f6tchen mit. Auf die \u00fcber Nacht getrockneten Regenklamotten verzichten wir zun\u00e4chst. Donnerwetter sind wir optimistisch !!&nbsp;Es ist nicht weit nach Wischhafen. Dort wartet hoffentlich die gro\u00dfe F\u00e4hre, die uns auf die andere Seite der Elbe bringen wird. Wir fahren immer am Deich entlang und haben Gl\u00fcck, denn die F\u00e4hre steht abfahrtbereit da. Die \u00dcberfahrt dauert \u00fcber 20 Minuten. Die F\u00e4hre ist wirklich riesig und hat 5 gro\u00dfe Sattelz\u00fcge und zahlreiche Pkws an Bord. Fahrr\u00e4der haben scheinbar auf allen F\u00e4hren Vorrang. Wir durften zuerst rauf und auch&nbsp;zuerst wieder runter.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">In Gl\u00fcckstadt angekommen, fahren wir immer am Deich entlang Richtung Brunsb\u00fcttel. Wir passieren zun\u00e4chst das St\u00f6r-Sperrwerk. Der Wind ist deutlich aufgefrischt und wird schieben lieber \u00fcber das Sperrwerk. Warum kommt der Wind denn schon wieder von Vorne?&nbsp;Aber wenigstens&nbsp;ist es immer noch trocken.&nbsp;Wir m\u00fcssen am Deich immer wieder schlafenden Schafen ausweichen und darauf achten, die Toren hinter uns zu schlie\u00dfen. Wir umfahren zwischenzeitlich das Kernkraftwerk Brokdorf. Es sieht eher aus wie eine gro\u00dfe Moschee.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Feinster Strand mit Verwehungen\" class=\"size-medium wp-image-3208 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0640-300x225.jpg\">St\u00e4ndig gegen den Wind anzuk\u00e4mpfen ist anstrengend und deshalb machen wir am Deich eine kleine Pause. Feinster Sandstrand, wer h\u00e4tte den hier erwartet. Das Mett-Br\u00f6tchen aus Freiburg schmeckt&nbsp;super.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Entlang dieser Route sehen&nbsp;wir zahlreiche Reetdach-Villen. Eine sch\u00f6ner als die Andere, mit unverbaubarem Blick auf die Elbe.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Endlich, Brunsb\u00fcttel ist erreicht. Ein schnelles Foto am Ortseingang (Beweisfoto mit Genussradler-T-Shirt) und dann wartet auch schon die n\u00e4chste F\u00e4hre auf uns. Alle F\u00e4hren am Nord-Ostsee-Kanal sind aufgrund uralter Vertr\u00e4ge umsonst. F\u00e4hre fahren bis der Arzt kommt und alles f\u00fcr Umme.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">In Brunsb\u00fcttel warteten am Hafen zwei frisch gezapfte Pils auf uns, nat\u00fcrlich erg\u00e4nzt mit einem Fischbr\u00f6tchen.&nbsp;Hier haben wir dann unser n\u00e4chstes Quartier in Burg gebucht. V\u00f6llig \u00fcberrascht war ich, als ich erfuhr, dass Burg nur noch ca. 17 km entfernt war. Ich hatte mit deutlich mehr gerechnet. Nur noch zweimal F\u00e4hre fahren und schon ist die heutige Etappe geschafft. <\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Dachten wir.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Etwas Sonne und viele Schiffe am Kanal\" class=\"alignright size-medium wp-image-3209\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0664-300x225.jpg\"><strong>Wir hatten bisher:<\/strong> Regen, Wind, fehlende Ausschilderung, geschlossene Sperrwerke, gro\u00dfe Umwege. Was wir noch nicht hatten, war eine Panne. Diese nahmen wir uns auf dem Weg nach Burg. Unter einer riesigen Br\u00fccke war das Loch im Schlauch aber schnell gefunden und fachm\u00e4nnisch geflickt. Nach einer kurzen Testfahrt geht es weiter. Wir fahren nebeneinander direkt am Kanal entlang. Der Wind ist zu dieser Zeit unser Freund und schiebt uns m\u00e4chtig an. Die Schiffe auf dem Kanal werden immer gr\u00f6\u00dfer und zahlreicher. Ein tolles Gef\u00fchl, diese Riesen so nah zu erleben.&nbsp;Der Nord-Ostsee-Kanal ist schlie\u00dflich die meistbefahrende k\u00fcnstliche Wasserstra\u00dfe der Welt. Da kann man auch viele Schiffe erwarten. Kaum eine Stunde ist vergangen, da ist bei&nbsp;meiner Gattin wieder die Luft raus.&nbsp;Also nicht direkt bei ihr, sondern in ihrem Vorderreifen.&nbsp;Ich benutze diesmal eine der&nbsp;Spr\u00fchdosen, die ich f\u00fcr solche Zwecke im Gep\u00e4ck habe. Ich bin echt begeistert, denn es funktioniert tats\u00e4chlich. Das Loch ist gestopft und der Reifen gleichzeitig wieder stramm aufgepumpt. Eine gute Erfindung. Es h\u00e4lt, bis wir wieder zu Hause sind.&nbsp;Das Loch war neu und der&nbsp;Glassplitter steckte noch im Mantel. Trotzdem hat es gehalten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Gegen Mittag wurde es ruhiger auf dem Kanal. In Kudensee wechseln wir auf die rechte Seite und direkt in Burg wieder zur\u00fcck. Unmittelbar am F\u00e4hranleger liegt das <a title=\"Burger F\u00e4hrhaus\" href=\"http:\/\/www.burger-faehrhaus.de\" target=\"_blank\">Burger F\u00e4hrhaus<\/a>. Unser Zimmer ist gro\u00df und sauber. Das Bad ist riesig. Leider ist das F\u00e4hrhaus seit April diesen Jahres nur noch Cafe und Hotel. Abendessen bekommen wir hier deshalb nicht. Der Ort Burg ist aber nur 2 km entfernt. Nach dem Auspacken und einer&nbsp;Entspannungsdusche blieb sogar noch Zeit f\u00fcrs Haarewaschen bzw. f\u00fcr ein kurzes Nickerchen. Der empfohlene Italiener hatte leider Ruhetag, aber das sollte wahrscheinlich so sein, denn wir fanden ein anderes Lokal und haben dort sehr lecker (Rindfleisch mit Meerrettichso\u00dfe + Schweinebraten mit Rotkohl) gegessen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Die Balmoral ist 217 m lang\" class=\"size-medium wp-image-3210 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0694-300x225.jpg\">Mit 4 kleinen Dithmarscher Urtyp bewaffnet fahren wir zur\u00fcck zum F\u00e4hrhaus. Auf einer Bank direkt am Wasser wollten wir den Abend ausklingen lassen. Leider werden wir dort von einem kleinen Schauer \u00fcberrascht und&nbsp;weichen deshalb auf die Terrasse des F\u00e4hrhauses aus und beobachten die F\u00e4hre und den Kanal. Gegen 21.30 Uhr erscheint aus Richtung Kiel ein riesiges Kreuzfahrtschiff. <strong>Die Balmoral<\/strong> ist 217 lang und \u00fcber 28 Meter breit und eine imposante Erscheinung. Das Schiff war eigentlich erst f\u00fcr 22.30 Uhr angek\u00fcndigt. Das Gl\u00fcck war zur\u00fcck und wir genossen die Vorbeifahrt des Riesen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Insgesamt waren wir heute nur 55 km unterwegs und damit deutlich weniger als geplant. Da hatte ich mich aber kr\u00e4ftig versch\u00e4tzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: large;\">4. Etappe: Von Burg nach Kiel (102 km)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Nach einem sehr liebevoll&nbsp;servierten Fr\u00fchst\u00fcck (die Eier <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Vor dem Burger F\u00e4hrhaus\" class=\"alignright size-medium wp-image-3211\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0703-300x225.jpg\">waren leider fast roh)&nbsp;spielten wir mit dem Gedanken, heute bis nach Kiel durchzufahren. Gesch\u00e4tzte 85 bis 90 Kilometer. Schaffen wir, haben wir schon zweimal geschafft. Der geplante Halt in dem sehr kleinen Ort Schinkel (ca. 15 km vor Kiel) wurde zu Gunsten eines interessanten Abends in Kiel in Frage gestellt. Wir waren durch so viele trostlose Orte gekommen, in denen nichts, aber auch gar nicht los war. Wir beschlossen bis zum Mittag endg\u00fcltig zu entscheiden. Lieber einen sch\u00f6nen Abend am Hafen in Kiel verbringen, sch\u00f6n Fisch essen und am Morgen danach gem\u00fctlich mit dem Zug zur\u00fcck nach Bremen fahren.&nbsp;So die Planung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Wir kommen gut voran und sind optimistisch,&nbsp;Kiel noch vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Es regnet (noch) nicht und der Wind ist auch noch friedlich. Auf der halben Strecke nach Rendsburg machen wir an der F\u00e4hre Fischerh\u00fctte einen kurzen Boxenstopp und nehmen ein Kaltgetr\u00e4nk zu uns. Es ist noch nicht einmal 10.30 Uhr und das Wetter zeigt sich immer noch von seiner guten Seite. <\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">In Oldenb\u00fcttel d\u00fcrfen wir endlich wieder F\u00e4hre fahren.&nbsp;Wir fahren nun auf der linken Seite des Kanals in Richtung Rendsburg. Kurz bevor wir in die Stadt kommen, setzt der Regen ein. Ein kr\u00e4ftiger Schauer zwingt uns, ein trockenes Pl\u00e4tzchen zu suchen und die Regensachen auszupacken. Zum Gl\u00fcck waren sie schnell greifbar. Bei dieser Gelegenheit stelle ich fest, dass&nbsp;mein Rucksack von unserem Kaffeeweisser geflutet wurde. Das wei\u00dfe Zeug ist \u00fcberall.&nbsp;Ich versuche die wichtigsten Sachen grob zu reinigen, vor allem den Kocher, aber es gelingt mir nur bedingt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"An der Schwebef\u00e4hre in Rendsburg\" class=\"size-medium wp-image-3212 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0735-300x225.jpg\">Rendsburg ist f\u00fcr seine gro\u00dfe Schwebef\u00e4hre bekannt und genau im Restaurant unterhalb der F\u00e4hre machen wir Pause, trinken und essen etwas und buchen ein Hotel in Kiel. In meinem urspr\u00fcnglich geplanten Hotel war leider nichts mehr frei, aber \u00fcber die Touristeninformation bekam ich noch ein Zimmer im Zentrum von Kiel. Aber noch sind wir in Rendsburg, es ist 14.00 Uhr&nbsp;und Kiel&nbsp;noch weit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">In Schacht-Audorf, kurz hinter Rendsburg, g\u00f6nnen wir uns noch&nbsp;eine weitere kostenlose Fahrt mit der F\u00e4hre, um einige wenige Kilometer weiter in Sehestedt wieder zur\u00fcck auf die linke Seite zu wechseln. Auf der ersten F\u00e4hre haben wir die Regenkleidung noch an, aber in Sehestedt k\u00f6nnen wir sie kurzfristig ausziehen. Es ist sehr angenehm wenigstens eine Stunde mal ohne diese Gummihaut zu fahren. Ich schwitze darunter furchtbar und werde mir demn\u00e4chst wohl einen luftigen Regenponcho zulegen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Kurz vor dem Ende des NOK in Kiel Holtnau\" class=\"alignright size-medium wp-image-3213\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0744-300x225.jpg\">Kurz vor Schinkel \u00fcberrascht uns ein Gewitter. Wir finden in der Einfahrt eines alten Gutshofs ideale Bedingungen f\u00fcr einen Kleidungswechsel.&nbsp;Warten und den Himmel beobachten, viel mehr k\u00f6nnen wir im Augenblick nicht tun, denn es geht so langsam auf 16.30 Uhr zu und wir sind noch nicht in Kiel. Irgendwann fahren wir weiter,&nbsp;m\u00fcssen aber aufpassen, nicht zu schnell zu sein, denn die Regenwolke ist auch in Richtung Kiel unterwegs. Der Himmel lockert langsam auf und wir erreichen Kiel Holtnau. Hier sind die gro\u00dfen Schleusenkammern und der Beginn des Nord-Ostsee-Kanals. Vor den Schleusen warten viele Schiffe darauf, in die Ostsse zu gelangen. Wir fahren wieder F\u00e4hre und erreichen das Ufer der Kieler F\u00f6rde. Ungef\u00e4hr 10 km sind es noch bis ins Zentrum.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Am Orteingang machen wir erstmal eine Pause, um uns nach dem Weg zu erkundigen. Unn\u00f6tige&nbsp;Kilometer wollen wir jetzt unbedingt vermeiden. Nach der Erfrischung wissen wir, wo unser Hotel ungef\u00e4hr liegt. Wir fahren an der Kieler F\u00f6rde entlang Richtung Innenstadt.&nbsp;An der Ostseehalle (hier spielt der THW-Kiel) liegt das Hotel. Von Au\u00dfen macht es eher den Eindruck einer Absteige. Ich gehe zur Rezeption. Unsere Reservierung \u00fcber die Touristen-Info ist dort angekommen. Wir haben ein Zimmer. Aber f\u00fcr unsere R\u00e4der ist keine sichere Unterkunft vorhanden. Ich hatte das bei der Reservierung extra angegeben. Wir sind skeptisch. Wo sind wir hier hingeraten?&nbsp;Es gibt ja einige St\u00e4dte, bei denen das Bahnhofsviertel nicht zu den Besten&nbsp;geh\u00f6rt. Ich schaue mir das Zimmer an und kann Entwarnung geben. Es ist klein, aber sauber. Das Bett ist etwas klein, aber f\u00fcr eine Nacht wird es schon gehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Unsere R\u00e4der im Hausflur des Hotels\" class=\"size-medium wp-image-3214 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0755-300x225.jpg\">Wir duschen und h\u00e4ngen unsere Klamotten zum Trocknen auf.&nbsp;Danach wollen wir lecker Essen gehen, denn wir haben es uns redlich verdient und mit der heutigen Etappe einen neuen <strong>Allzeit-Rekord<\/strong> aufgestellt &#8211; <strong>101,82 km<\/strong>.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Ein Fischrestaurant hatten wir uns vorgestellt.&nbsp;Wir sind zwar direkt im Zentrum, finden aber keine geeignete Lokalit\u00e4t und es wird immer sp\u00e4ter. Schlie\u00dflich landen wir bei einem Spanier. Dort braucht schon das Bier eine halbe Stunde. Egal, wir m\u00fcssen etwas Essen.&nbsp;Nudelpfanne und Gem\u00fcseteller geht immer und dazu vorweg ein Gru\u00df aus der K\u00fcche.&nbsp;Wir werden satt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Danach machen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Hauptbahnhof, um die Zugverbindungen f\u00fcr Morgen rauszusuchen. Dabei stellt sich heraus, dass der Zug nach Bremen, den ich nehmen wollte, leider nur einmal pro Tag f\u00e4hrt. Wir merken uns den Zug um 8.21 Uhr mit Umsteigen im Hamburg.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Danach gehts zur\u00fcck zum Hotel. Unsere R\u00e4der stehen traurig und \u00e4ngstlich vor der Ostseehalle. Ich beschlie\u00dfe, unsere &#8222;Babys&#8220; \u00fcber Nacht bei uns ins Treppenhaus zu stellen. Sollen sie doch meckern, wichtig ist nur, dass Morgen fr\u00fch noch alle Teile dran sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Abfahrt in Kiel\" class=\"alignright size-medium wp-image-3215\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0757-300x225.jpg\">Wir schlafen irgendwann ein. Nachdem alle Bewohner zu Hause sind, ist es auch recht ruhig. Am Morgen sind wir schon sehr fr\u00fch wach. Nach einem ersten Kaffee wird gepackt. Es ist noch sehr fr\u00fch und wir machen wir einen kurzen Spaziergang durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Bei dieser Gelegenheit stelle ich unsere R\u00e4der wieder vor das Hotel. Es hat niemand gemerkt, dass sie im Flur standen. Es ist noch alles dran. Das Fr\u00fchst\u00fcck&nbsp;im Nachbargeb\u00e4ude ist sehr gut und reichlich. Danach wird ausgecheckt. Wir fahren mit Gep\u00e4ck zum Bahnhof, um den Zug um 8.21 Uhr zu bekommen. Ich mu\u00df nur noch die Karten kaufen und einen Platz f\u00fcr die R\u00e4der reservieren. &#8211; Hatte ich gehofft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Der Mann im Service-Center hat sich fast kaputt gelacht, als ich f\u00fcr die R\u00e4der eine Reservierung wollte. &#8222;So etwas macht man doch mindestens drei Monate im Voraus&#8220;, sagte er. Der von mir gew\u00e4hlte Zug hat n\u00e4mlich nur 8 Stellpl\u00e4tze und die waren nat\u00fcrlich alle reserviert. Kurzum, wir mu\u00dften einen Zug sp\u00e4ter nehmen, in dem keine Reservierungen notwendig sind. Komisch, da waren fast allein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Rumkugel \" class=\"size-medium wp-image-3216 alignleft\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0759-300x225.jpg\">Wir nutzten die zus\u00e4tzliche Wartezeit mit einem Ausflug ans Wasser. Leider fing es wieder einmal an zu regnen. Wir fahren zur\u00fcck zum Bahnhof und ich entdecke beim B\u00e4cker eine leckere Rumkugel, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Zu meiner&nbsp;gro\u00dfen Freunde schmeckte sie genau wie fr\u00fcher. Dann fuhren wir fr\u00fchzeitig zum Bahnsteig, denn der Kieler Hauptbahnhof ist ein Sackbahnhof&nbsp;und unser Zug wartete schon. <\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Die Fahrt nach Hamburg verlief ohne Probleme und die Zeit ging schnell vorbei. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">In Hamburg mu\u00dften&nbsp;wir das Gleis wechseln. \u00dcber einen Fahrstuhl erreichten wir schnell die gro\u00dfe Wandelhalle. Wir hatte eine gute halbe Stunde Zeit, um unseren Anschlu\u00df nach Bremen zu erreichen. Als wir auf dem Bahnsteig ankamen, wartete der Zug schon. Auch hier waren wir fast allein im Zug. Bis zur Abfahrt war noch genug Zeit und ich kaufte oben in der Wandelhalle noch schnell einen Milchreis mit Fr\u00fcchten &#8211; wie fr\u00fcher. Auch unsere Fahrt nach Bremen war schnell vorbei.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Vom Hauptbahnhof nach Lilienthal waren es dann noch 11 km und wir unterbrachen die letzten Kilometer nur noch mit einem Imbiss bei einem Chinesen und einem Einkauf bei Aldi-Nord. Hier gibt es einen tollen Senf und Nordsee-Krabbensalat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"Auf nach Hause - Abfahrt in Lilienthal\" class=\"alignright size-medium wp-image-3217\" style=\"margin-right: 10px; margin-left: 10px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCN0765-300x225.jpg\">Gegen 14.45 Uhr erreichen wir Lilienthal. Unser Auto erwartet uns schon. Freundlicherweise durften wir das Auto hier auf dem video\u00fcberwachten Parkplatz abstellen. Schnell sind die R\u00e4der auf den Dach und das Gep\u00e4ck im Kofferraum und wir abfahrtbereit.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Wir erreichen schnell die A 27, aber der Tank ist fast leer. Ich&nbsp;fahre dazu auf eine Rastst\u00e4tte, um zu tanken. Nach dem Bezahlen werde ich von zwei jungen M\u00e4dchen angesprochen. Sie wollten nach K\u00f6ln und ob ich sie mitnehmen<\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">&nbsp;k\u00f6nnte. Ich erkl\u00e4rte ihnen, dass mich meine Fahrt nicht Richtung K\u00f6ln, sondern nach Frankfurt f\u00fchren w\u00fcrde.&nbsp;Die eine kam aus Spanien und die andere aus Portugal. Ich bot an, sie bis Allertal mit zu nehmen. Dort w\u00fcrden sie bessere Chancen auf eine Fahrt Richtung K\u00f6ln haben, als hier. Wir setzten sie in Allertal ab, und fanden bei dieser Gelegenheit sogar noch eine Weiterfahrt nach K\u00f6ln f\u00fcr die Beiden. Vielen Dank an das nette K\u00f6lner Ehepaar. <\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Gegen 21.00 Uhr waren wir zu Hause. &nbsp;<\/span><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><strong>Fazit:<\/strong> Bei diesem Sommer kann alles passieren. Radtouren machen, besonders f\u00fcr Genussradler,&nbsp;bei Regen und Wind nicht immer Spa\u00df. Die Route&nbsp;durch das Teufelsmoor war schlecht ausgeschildert, aber die Landschaft und die vielen&nbsp;Reetdach-H\u00e4user waren super. Am NOK war es wundersch\u00f6n, aber es gab leider sehr wenige M\u00f6glichkeiten, mal einzukehren. Unsere Unterk\u00fcnfte waren alle, bis auf Kiel, wirklich&nbsp;zu empfehlen. Wir sind durch verschiedene Umst\u00e4nde statt ca. 300 km nun fast 370 km gefahren und das war eindeutig zu viel. Wahrscheinlich werden wir erst mit etwas Abstand wissen, wie sch\u00f6n und interessant es eigentlich war.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Ende&nbsp;<\/strong><\/span>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in diesem Jahr wollten wir wieder zu einer gr\u00f6\u00dferen Radtour aufbrechen.&nbsp;Das Wetter machte eine langfristige Planung unm\u00f6glich. Relativ spontan sind wir dann am 7.7. nach Bremen gefahren, die R\u00e4der auf dem Dach. Ich fand die Deutsche F\u00e4hrstra\u00dfe sehr interessant &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freizeittourer.de\/?page_id=1759\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":24,"menu_order":4,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1759","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1759"}],"version-history":[{"count":78,"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1759\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3226,"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1759\/revisions\/3226"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/24"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freizeittourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}