Freizeittourer

Radeln mit Genuß

Beim Radfahren Schätze finden macht Spaß

Seit einigen Wochen hat meine Gattin eines neues Hobby. Mit einem GPS-Gerät bewaffnet (Geschenk unserer Kinder) suchen wir jetzt an Wegen, in Orten und sogar im Wald nach versteckten Schätzen. Hierbei entdecke ich fast täglich neue Seiten an meiner Frau, die ich so bisher noch nicht kannte. Sie kämpft sich auf der Suche nach dem begehrten „Cache“ durch dorniges Gestrüpp, überwindet reißende Bäche und klettert mutig auf hohe Bäume. Mir kommt hierbei die Rolle des „Cache-Butlers“ zu. Ich stehe meistens am Weg rum und passe auf unsere Räder auf, während meine Gattin im Wald verschwindet und nach einiger Zeit strahlend wieder auftaucht und über ihre Beute berichtet. Gelegentlich darf ich mitsuchen und habe auch schon gefunden. Geocaching ist eine Sucht, die einen bis in den Schlaf verfolgt. Gestern wurde die 100ter-Marke geknackt und nun ist sie Premium-Mitglied, was noch mehr Möglichkeiten bedeutet. Geocaching bereichert das Radeln, denn wir kommen in Ecken, die uns bisher völlig unbekannt waren und Wege, die wir schon zigmal gefahren sind, verbergen Schätze, die gefunden werden wollen und machen sie dadurch wieder interessant.    

Ganz wichtig – immer genug trinken

Am letzten Samstag waren wir mal wieder am Main unterwegs. Bei großer Hitze wollten wir unbedingt Wasser in der Nähe haben. Bei Temperaturen deutlich über 30 Grad kann so etwas lebensnotwendig sein. Aber natürlich muß auch innerlich ständig nachgekühlt werden. Start war in Dudenhofen. Dann ging es weiter nach Seligenstadt und dann immer am Wasser entlang Richtung Hanau. Genau in der Mainbiegung gegenüber der Kinzigmündung ist ein Biergarten mit chinesischem Essen (sehr lecker). Weiter ging es an den Dietesheimer Steinbrüchen vorbei zur Käsmühle und dann über Heusenstamm zurück nach Dudenhofen. Knapp über 60 km waren für diese Temperaturen mehr als genug. Am Sonntag sind wir zu Hause geblieben, denn fast 40 Grad ist überhaupt nichts für Genussradler. 

Durch Wind und Regen von Bremen nach Kiel

Vom 7. bis 12. Juli haben wir uns trotz der miesen Wetterprognosen in den Norden gewagt und sind von Bremen bis nach Kiel gefahren. Wie auf dem Bild gut zu erkennen ist, war Regen und Wind immer an unserer Seite. Der Regenbogen im Hintergrund symbolisiert, dass es aber auch sehr schöne Momente gab. Wir sind die Deutsche Fährstraße gefahren, die von Bremervörde zunächst die Oste entlang bis an die Elbe führt. Dann sind wir durch das Kehdinger Land bis Freiburg gefahren und haben am nächsten Morgen von Wischhafen nach Glückstadt übergesetzt. Danach ging es an der Elbe entlang nach Brunsbüttel und danach den Nord-Ostsee-Kanal entlang bis nach Kiel. Da wir unser Auto im Norden von Bremen abgestellt hatten, wurde die Tour um ein Teilstück des Radweges „Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“ ergänzt, denn die Deutsche Fährstraße startet erst in Bremervörde. Leider war dieser Radweg nicht so toll ausgeschildert, sodass wir einige unnötige Zusatz-Kilometer fahren mussten. Bei diesem Wetter kein Vergnügen. Die Deutsche Fährstraße war deutlich besser zu fahren. Diese Tour bietet „Fähre fahren bis zum Abwinken“ und am gesamten Nord-Ostsee-Kanal sogar umsonst. Auf insgesamt 370 km haben wir wieder viel gesehen und viele nette Leute getroffen. Mit einem besseren Sommer wäre es wesentlich entspannter gewesen. Ausführlicher Bericht mit vielen Fotos unter „Bisherige Touren“.

Vater Rhein hat Besseres verdient

Am letzten Sonntag sind wir, trotz unsicherer Wetterlage, zur Fähre gegenüber von Oppenheim/Nierstein gefahren, um mit einer kurzen Etappe den Rhein-Radweg zu testen. Auf der rechten Rhein-Seite haben wir uns Richtung Mainz aufgemacht. Der Radweg präsentiert sich auf den ersten Kilometern in absoluter Spitzenqualität. Sehr breit und in feinstem Asphalt, hat er hier sogar „Rennrad-Qualität“. Leider ist der Fluß nur sehr selten zu sehen. Unterwegs haben wir ein sehr liebevoll gestaltetes Lokal – „Zum Heurigen“ – gefunden und etwas gegen den furchtbaren Durst unternommen. Nach 25 km erreichten wir Mainz. Hier war es aber sehr, sehr voll und wir entschieden deshalb, lieber ein Lokal außerhalb zu suchen. Nach einer Stärkung in einem kleinen italienischen Restaurant fuhren wir mitten durch die Weinberge zurück zur Fähre (sehr teurer: 2,20 € pro Person). Fazit: Der Radweg ist schlecht ausgeschildert und das Wasser ist für einen Fluß-Radweg viel zu selten zu sehen. Schade, aber so wird der Radweg an Deutschlands längstem Fluß nicht zu einer unserer Lieblingsstrecken werden.

Familientreffen mit Genusswandern

Das letzte Wochenende (19./20.5.) haben wir in Hahnenklee im Harz verbracht. Aber diesmal nicht um neue Radwege zu finden, sondern um uns mit Beate (Reiseleitung), Gerald, Manni, Silvana, Birgit, Jan, Jutta, Günter (Alters-Präsident) und natürlich Mucki zu treffen. Die meisten Familienmitglieder hatten wir schon viele Jahre nicht mehr gesehen oder überhaupt noch nicht gekannt. Es war ein wirklich schönes und intensives Treffen. Wir haben miteinander gegessen, getrunken und natürlich gequatscht und von allem nicht gerade wenig. Nach dem Frühstück haben wir zunächst den Liebesbankweg (7 km) erwandert. Ja, ja auch Genussradler sitzen nicht ständig auf dem Rad, sondern sind gelegentlich auf Schusters Rappen unterwegs. Um auch hier den Genuss nicht völlig aus dem Auge zu verlieren, kehrten wir spontan im Auerhahn ein (siehe Foto). Nach dieser Erfrischung folgten noch 2,5 km zurück in den Ort, wo ein kleiner Snack auf dem Programm stand. Danach begann bei Einigen schon die mentale Vorbereitung auf das Champions-League Endspiel mit einem kurzes Schläfchen und danach das gemeinsame Abendessen. Schnell war es 20.45 Uhr und das Spiel fing an. Der Alterspräsident hatte uns freundlicherweise in seine Suite eingeladen. Es war toll, in einer so großen Gruppe ein Fußballspiel zu sehen, auch wenn wir uns alle ein anderes Ergebnis gewünscht hätten.

Es war so schön, dass wir beschlossen haben, es im nächsten Jahr an anderer Stelle zu wiederholen.

84 km und einen Freund mehr

Die Saison hat begonnen. Wir haben uns warm gefahren. Die 500 km – Grenze wurde schon geknackt. Am letzten Samstag sind wir auf unserer Lieblingsstrecke von Aschaffenburg nach Miltenberg den Main entlang gefahren. In einem urigen Biergarten kurz vor Elsenfeld haben wir ein kühles Bier geordert. Der Wirt hat sich einen Hund zugelegt. (siehe Bild) Kleine Leckereien helfen beim Freundschaften schließen ungemein. Falk macht hier auch keine Ausnahme. In Miltenberg haben wir bei bestem Wetter etwas gegessen und sind danach mit neuem Geschwindigkeitsrekord nach Aschaffenburg zurück gefahren. Natürlich haben wir zwischendurch den Mainterassen einen Besuch abgestattet. Am Ende hatten wir ca. 84 km auf der Uhr. Das Jahr fängt gut an.   

2012 – Viel zu kalt zum Radeln

Das Jahr 2012 ist da, kann aber noch nicht genutzt werden. Wie auf dem Foto gut zu erkennen, wird das Bier mit den eisigen Temperaturen nicht fertig, sondern erstarrt. Wir mögen kaltes Bier, aber so kalt muß nicht sein. Bei diesem starken Frost (heute Morgen -17,5 Grad) ist an Radfahren gar nicht zu denken. Wir haben die ersten Kilometer schon eingefahren, aber mit weiteren werden wir noch warten. Spaziergänge in dicken Winterklamotten müssen zur Zeit reichen. Zum Glück haben wir ausreichend Brennholz auf Halde. Hoffentlich haben wir in diesem Jahr einen schönen Frühling. Den Mai im letzten Jahr konnte man ja vergessen. Wir sind schon sehr gespannt, wo uns der Wind (hoffentlich Rückenwind) hinwehen wird.

Ist der Mosel-Radweg etwas für uns ?

Wir waren mit unseren lieben Verwandten aus Meerbusch für ein verlängertes Wochenende an der Mosel und haben bei dieser Gelegenheit natürlich auch geprüft, ob der Mosel-Radweg für uns in Frage kommt. Es sieht gut. Der Radweg zwischen Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach ist schön breit, direkt am Wasser und asphaltiert. Wir werden den Radweg in unsere mittelfristige Planung einarbeiten, denn in knapp 2 Stunden könnten wir vor Ort sein. Hotels und vor allem Privat-Quartiere sind reichlich vorhanden und überall auf Biker eingerichtet. Wir haben viele freundliche, einladende Schilder gesehen.

Unser Aufenthalt in Zeltingen an der Mosel war natürlich in erster Linie als Entspannungsurlaub gedacht. Das Essen im Hotel war Spitze. Der Pool-Bereich hätte größer und ansprechender gestaltet sein können und das Wasser etwas wärmer sein dürfen. Aber sonst ist das Hotel absolut zu empfehlen. Besonders das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Auf der anderen Moselseite schräg gegenüber vom Hotel liegt das Kloster Machern. Die Hopfen-Spezialitäten sind sehr zu empfehlen. Jetzt zur Weihnachtszeit hübsch serviert als Adventkranz (siehe Foto).

Die Saison geht mit neuem Rekord zu Ende

Das Jahr 2011 fing so gut an. Wir hatten die ersten Kilometer bereits Ende März absolviert. Leider befand sich zu dieser frühen Jahreszeit die Außen-Gastronomie noch im tiefsten Winterschlaf. Kein Biergarten hatte geöffnet und wir mussten Getränke am Rad mitführen. Sehr unbefriedigender Zustand.

Dann machte das schöne Wetter im Mai und in der ersten Hälfte Juni eine gepflegte Pause und wir kamen in dieser Zeit kaum aufs Rad. Unsere Muskeln erschlafften merklich und das Jahr drohte ein Fiasko zu werden. Erst Ende Juni überlegte es sich der Sommer und kehrte zurück. Ab da radelten wir nicht nur unsere üblichen Strecken ab, sondern haben auch neue Routen für uns entdeckt. Jetzt haben wir Ende November und so langsam geht die Saison geht mit einem neuen Rekord zu Ende. 4369 km stehen für 2011 zu Buche. Damit haben wir in drei Jahren nun schon 11.586 km zusammen geradelt. Die Räder haben sich aber noch nicht vollständig in die Winterpause verabschiedet, sondern stehen noch für kurze Fahrten zur Verfügung.

Das „Liebliche“ Taubertal ist besiegt

Vom 28. bis 30. August haben wir uns, wie versprochen, das Liebliche Taubertal vorgenommen. Wir sind mit dem Zug bis nach Steinach gefahren, um am nächsten Tag, nach einer Übernachtung in Rothenburg ob der Tauber, in Richtung Wertheim aufzubrechen. Für die restlichen 15 km nach Rothenburg haben wir nicht den Zug genommen, sondern unsere Räder warm gefahren (über den Aischtal-Radweg). Wir haben unheimlich viel erlebt und gesehen. Aber darüber an anderer Stelle mehr. Zuerst das Positive: Es ist wirklich eine wunderschöne Landschaft durch die man fährt. Die gesamte Strecke ist super gut ausgeschildert und komplett asphaltiert (bis auf vielleicht 500m). Die Wege sind sauber und breit genug, um neben einander fahren zu können – besser geht es wirklich nicht. Der Radweg hat absolut „Rennrad-Qualität“. Nun das Negative: Wir sind Genussradler durch und durch und haben auf dieser Strecke nicht mit Steigungen gerechnet. In den Unterlagen wurde immer gesagt, die Strecke ist leicht und für jeden zu schaffen. Darauf hatten wir uns verlassen – und wurden enttäuscht. Das „Liebliche“ Taubertal ist eine Mogelpackung und an einigen Stellen überhaupt nicht lieblich, sondern anstrengend. Wir mußten teilweise absteigen und schieben. Zitat Artikel Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg: „So ist diese Route auch für Ungeübte und Familien mit Kindern bestens geeignet. Durch das stets leichte Gefälle radelt es sich fast wie von selbst von einem Ort zu nächsten.“ Hinzu kam der ständige kräftige Gegenwind aus Westen, der es uns zusätzlich schwer machte.

Aber egal, wir haben es geschafft und trotz der Schwierigkeiten nicht aufgegeben. Wir können stolz sein auf unsere Leistung.

Seit 1.4.2009 = 32.788 km



2019 = 0.000 km



2018 = 2.683 km


2017 = 1.902 km


2016 = 2.135 km


2015 = 3.085 km


2014 = 3.094 km


2013 = 3.767 km


2012 = 4.536 km


2011 = 4.369 km


2010 = 3.766 km


2009 = 3.451 km


138704 Freunde

Admin

Copyright © 2013. All Rights Reserved.